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Landkreis Ludwigslust-Parchim : Volle Fahrt in Richtung Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Das Kreisentwicklungskonzept nimmt Gestalt an: Stadtwerke loten Möglichkeiten für schnelles Internet aus

svz.de von
erstellt am 28.Feb.2016 | 17:17 Uhr

Wohin steuert der Landkreis in Zukunft? Um den straffen Zeitplan des Kreisentwicklungskonzepts (KEK) bis 2030 organisatorisch zu begleiten, wurde jetzt eine Steuerungsgruppe eingerichtet. Ihr sollen der vierköpfige Verwaltungsvorstand des Landkreises, Joachim Müller als Fachdienstleiter, Alev Samur als Koordinatorin, Berit Steinberg als Geschäftsführerin der Wirtschaftsfördergesellschaft Südwestmecklenburg und drei Mitglieder des Ausschusses für Verwaltungsmodernisierung und Kreisentwicklung angehören.

Mit dieser überschaubaren Größenordnung soll sichergestellt werden, dass es sich um ein arbeitsfähiges Gremium handelt, das auch kurzfristig tagen und organisatorische Entscheidungen für den Gesamtprozess treffen kann. Die Steuerungsgruppe soll Themen- und Handlungsschwerpunkte vorbereiten, Zwischenergebnisse erörtern, den aufwendigen Dialogprozess mit allen Beteiligten abstimmen und den KEK-Zeitplan fortschreiben.

Die Funktion des Kreistags-Ausschusses für Verwaltungsmodernisierung und Kreisentwicklung soll davon unberührt bleiben. Doch: In seiner jüngsten Sitzung konnte der Ausschuss nur zwei Mitglieder für diese Steuerungsgruppe benennen. Auch ein Termin für deren konstituierende Sitzung steht derzeit noch nicht fest.
Tröstlich zu wissen, dass es mit der Einbindung der Fachdienste in den KEK-Prozess offenbar besser klappt: Bereits am 7. März soll sich der erste Fachdienst der Kreisverwaltung mit dem Kreisentwicklungskonzept befassen. Und am 22. März kommen alle Stadtwerke des Landkreises zusammen, um sich Gedanken über den Ausbau von breitbandigen Internetanschlüssen zu machen. Außerdem sind bereits etliche Regionalforen mit den Ämtern und Kommunen des Landkreises geplant. Am 25. April steht dann der nächste Ausschuss-Workshop im Terminkalender.

„Wir wollen eine größtmögliche Beteiligung und Transparenz erzielen“, begründet die Koordinatorin diese Vorgehensweise und den ehrgeizigen Terminplan. „Es geht schließlich um die Zukunft unseres Landkreises.“ Deshalb seien möglichst viele Akteure eingeladen und willkommen, sich am Dialog um das Kreisentwicklungskonzept zu beteiligen. Der Prozess werde zwar durch zwei externe Beratungsbüros moderiert, „aber das Konzept wird durch seine Akteure vor Ort gemeinsam erarbeitet“. Hinzu komme, so die Koordinatorin, „dass wir noch in diesem Jahr die Möglichkeit für alle Bürger einrichten, sich digital und online in das Konzept einzubringen“. Dafür bietet das Kreisentwicklungskonzept sechs Themenfelder: 1: Wirtschaft, Arbeit, Bildung; 2: Familie, Gesundheit, Soziales; 3: Tourismus, Freizeit, Kultur; 4: Energie, Klimawandel; 5: Infrastruktur, Verkehr, Mobilität; 6: Nachhaltige Siedlungsentwicklung.

Kommentar: Es geht um unseren Kreis
Haben die keine anderen Sorgen? Noch eine Laberrunde mehr? Auch wenn es zunächst wenig konkret anmutet, das Kreisentwicklungskonzept betrifft uns alle. Denn neben den üblichen Expertenrunden wird Mitte des Jahres jeder Bürger mitreden können. Die Einwohner des Kreises sollten sich nicht lange bitten lassen, weil sie damit eine Stimme über die Landrats- und Kreistagswahlen hinaus bekommen. Sie geben dann Kreistag und Verwaltung eine Messlatte an die Hand, in welchem Kreis wir zukünftig leben wollen und welche Prioritäten für die nächsten 15 Jahre zu setzen sind. Das geht weit über die Tagespolitik hinaus. Mischen wir mit.
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