Aufklärung vor Abstimmung : Volksentscheid: Es ist 5 vor 12

Erika Schmidt (l.) ist dankbar, dass sie von Detlev Hestermann (2.v.l.) Informationen zum Volksentscheid bekommt.
Erika Schmidt (l.) ist dankbar, dass sie von Detlev Hestermann (2.v.l.) Informationen zum Volksentscheid bekommt.

Aufklärung zu Hintergründen der Gerichtsstrukturreform. Info-Stand auf dem Wochenmarkt. In der Kreisstadt Interesse groß

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26. August 2015, 13:57 Uhr

Erika Schmidt hat sich an diesem Morgen mit ihrem Fahrrad zum Wochenmarkt ins Parchimer Stadtzentrum aufgemacht. Als die 80-Jährige mitten im Marktgetümmel von Detlev Hestermann angesprochen wird, ist sie zunächst etwas überrascht. „Wir möchten über den Volksentscheid zur Gerichtsstrukturreform informieren. Darf ich Ihnen dazu Material mitgeben?“ Erika Schmidt räumt ein, dass sie zwar vom bevorstehenden Volksentscheid gehört hat, aber die Hintergründe nicht genau kennt. „Ich werde das erst einmal genau lesen. Zur Wahl gehe ich auf jeden Fall. Mich interessiert schon, wie es bei uns weitergeht“, sagt die rüstige Seniorin und bedankt sich bei Detlev Hestermann, der ihr einen schönen Tag wünscht.

Jörg Bellut vom Richterbund Mecklenburg-Vorpommern, der seit anderthalb Jahren gegen die Gerichtsstrukturreform der Landesregierung Sturm läuft und so wie gestern in Parchim an vielen Orten mit den Bürgern diskutiert hat, sieht die Situation zehn Tage vor dem Volksentscheid so: „Ich bin hoffnungsfroh skeptisch. Es kann am 6. September durchaus eine große Überraschung geben“. Schließlich sei es auch gelungen, rund 140 000 Unterschriften für das Volksbegehren in der Sache zusammen zubringen.

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