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Lübz : Vier Sterne fürs Ferienhaus „Jeve“

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Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Das frühere Haus des Lebensmittelhändlers Jeve am Ziegenmarkt in Lübz hat sich in ein Sterne-Ferienhaus verwandelt

svz.de von
erstellt am 09.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Julia Theek verbirgt ihre Begeisterung nicht: „Man stelle sich vor: Vier Sterne wurden uns verliehen. Vier!“ Die Plackerei, die Kosten, der Einsatz von Farben, Antiqutäten, Flohmarktfunden und vor allem von Fantasie ist belohnt worden. Da wo einst Kaufmann Jeve wohnte, ist ein außergewöhnliches Ferienhaus entstanden, das nun vom Deutschen Tourismusverband mit vier Sternen dekoriert wurde, „sogar mit Tendenz nach oben“, fügt die Hausherrin stolz hinzu. Ein sattes Urteil also, das die großzügige Ausstattung und die besondere Atmosphäre, die Infrastruktur und die Gartenanlage hinter den Häusern der Kunstakademie würdigt. Das, wenn man so will, nun zum Ferienhaus Jeve mutierte Domizil ist nur wöchentlich zu mieten, bietet bis zu sieben Personen Platz, ist aber nur dann frei verfügbar, wenn keine Kunstkurse laufen.

Der Akademie-Gedanke steht für die Malerin Julia Theek selbstverständlich im Vordergrund. Mittlerweile ist auch das Programm 2016 für den Lübzer Kunstspeicher fertiggestellt. Wer die Potsdamerin Julia Theek kennt, weiß, dass nicht nur ihre Hände unermüdlich für „ihren“ Kunstspeicher schaffen, sondern auch der Kopf ideenschöpfend am unternehmerischen Projekt werkelt. Heuer wirft sie Begriffe wie „Produktentwicklung“, „Stärkung der Marke“ ins Gespräch ein. „Wir möchten uns von den Kunstakademien in südlicheren Deutschland abheben“, sagt sie. „Daher richtet das diesjährige Programm den Fokus besonders stark auf das Angebot digitaler Formate. Sie sollen auch jüngere Leute ansprechen.“ Dieses digitale Kursangebot umfasst neben den Themen der digitalen Bildbearbeitung und des Gestaltens von Internetseiten auch die digitale Produktion von Musik oder Kurzfilmen.

Die klassischen Kunsttechniken, etwa Malen, Zeichnen, Holzschnitt, Holzgestaltung, Keramik, finden sich ebenfalls im Angebot. Rainer Ehrt aus Kleinmachnow, bekannt unter anderem als satirischer Zeichner für Magazine und Zeitungen von der FAZ bis zur Süddeutschen, bietet einen Zeichen-Kurs an, Sven Ochsenreither gastiert einmal mehr mit „Malerei“ im Kunstspeicher und Liane Käs mit „Ölmalerei“ und später im Jahr wieder mit „Aquarell“. Einige weitere Angebote unter den „Klassikern“ lassen sich der Internetseite oder dem Aushang vor Ort entnehmen.

Ungewöhnlich bis unbekannt mögen hingegen die Kurse unter den Titeln „Pulpart“ und „Upcycling“ erscheinen. Letzteres bedeutet, dass unansehnlich gewordene Möbelstücke ökologisch und mit viel Fantasie aufgehübscht, quasi neu erschaffen werden. Die Pulpart arbeite mit einem Material, erläutert Theek, das eine Form der Weiterentwicklung des bekannten Pappmaschées sei. Kursleiterin Roswitha Paetel mache daraus „tolle Plastiken, die fast wie Metallguss aussehen“.

Infos zum Angebot unter www.luebzerkunst.de zu finden.  





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