Parchim : „Viele Menschen sind beunruhigt“

Verwaltung und Polizei informierten am Mittwochabend in der voll besetzten Kirche St. Georgen über das Flüchtlingsthema.
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Verwaltung und Polizei informierten am Mittwochabend in der voll besetzten Kirche St. Georgen über das Flüchtlingsthema.

Verwaltung, Polizei und Flüchtlingsnetzwerk stellten sich in der Kirche St. Georgen den Fragen der Parchimer zur Flüchtlingsproblematik

svz.de von
22. Oktober 2015, 16:04 Uhr

Umfassende Informationen aus erster Hand zur Flüchtlingssituation hatte Bürgermeister Dirk Flörke versprochen. Am Mittwochabend stellten sich Landrat, Polizeiführung und Vertreter des Flüchtlingsnetzwerks in der voll besetzten Kirche St. Georgen den Fragen der Parchimer.

Ureigentliche Triebfeder war ihre Sorge, die sie sich wegen der massiven Flüchtlingsströme nach Deutschland machen und deren Ankunft sowie Unterbringung ein äußerst widersprüchliches Echo finden. „Viele Menschen sind beunruhigt, denn Ausmaß und Tragweite sind noch immer nicht zu erfassen“, sagte Bürgermeister Dirk Flörke. „Unser Bestreben gilt einer schnelleren Klärung des ganzen Verfahrens“, forderte er unter dem Beifall der Versammlung. „Es gibt jedoch keinerlei Anlass, sich in unserer eigenen Stadt fremd zu fühlen.“ Flörke berichtete, dass an städtischen Schulen derzeit 78 Flüchtlingskinder am Programm „Deutsch als Zweitsprache“ teilnehmen.

Landrat Rolf Christiansen (SPD) verwies auf Grundgesetz, Asylrecht und Genfer Flüchtlingskonvention, die allesamt auf parlamentarischer Basis entstanden seien. „Dieses Rechtssystem stellt eine große Errungenschaft dar und zielt auf das einzelne Individuum ab.“ Aktuell beherberge der Landkreis etwa 1400 Asylbewerber und Flüchtlinge. „Der Anteil an Wirtschaftsflüchtlingen ist bei uns äußerst gering.“ Hinzu kommen laut Christiansen jedoch insgesamt etwa 250 unbegleitete Minderjährige.

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