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Parchimer Zeitung

18. November 2017 | 07:51 Uhr

Parchim : Viele Kreisstraßen wieder befahrbar

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Nach Sturmtief Xavier begann gestern das große Aufräumen: Parchimer Wallanlagen bleiben für Fußgänger tabu

svz.de von
erstellt am 06.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Sturmtief Xavier hat in der Parchimer Region viele kleinere Schäden verursacht, größere Probleme gab es in den Bereichen Ludwigslust und Hagenow. Gestern begann das große Aufräumen, einige Kreisstraßen bleiben 14 Tage dicht.

In Parchim gab es mehrere entwurzelte Bäume und große Äste, die unter anderem in den Wallanlagen abgebrochen sind, wo sie den Parkweg versperren. Gleiches gilt für die Kastanienallee, in der eine große Eiche entwurzelt worden ist und gestern ebenfalls noch Äste herumlagen.

Aus diesem Grund sind die betroffenen Bereiche für Besucher und Spaziergänger gesperrt: in den Wallanlagen von der Lindenstraße bis zum Spielplatz an der Ländlichen Erwachsenenbildung und in der Kastanienallee vom Slater Fährsteig bis Einmündung Goethestraße.

Stadtsprecher Torsten Schünemann: „Die Beräumungsarbeiten werden einige Tage in Anspruch nehmen. Wir bitten um Vorsicht und Verständnis. Zudem bitten wir die Eltern, deren Kinder die Wallanlagen als Schulweg nutzen, ihre Kinder entsprechend auf die Gefahren hinzuweisen und die Absperrungen zu beachten.“

Die Polizei meldet weiter in Zieslübbe einen auf eine Stromleitung gefallenen Baum. Auch in Karrenzin, Darze und Rom stürzten Bäume um. In Siggelkow erwischte einer die Telefonleitung. In der Parchimer Weststadt (Otto-Grotewohl-Straße) beschädigte ein abgebrochener Ast zwei Pkw. Wegen eines gespaltenen Baumes wurde die Ludwigsluster Chaussee in Höhe Aral-Tankstelle zeitweise gesperrt.

Sturmtief Xavier hat am Donnerstag auch entlang der Kreisstraßen im Landkreis Ludwigslust-Parchim heftige Schäden verursacht. Etliche Kreisstraßen mussten kurzfristig gesperrt werden, drei Abschnitte waren gestern wegen der Aufräumarbeiten zunächst nicht passierbar. Mitarbeiter der Kreisstraßenmeistereien seien im Dauereinsatz, sagte Kreissprecher Andreas Bonin.

Nahezu alle Kreisstraßen in der Region Hagenow waren durch umgestürzte Bäume oder heruntergefallene Äste betroffen.

Hieß es zunächst, die Aufräumarbeiten auch in den Seitenbereichen werden vermutlich noch bis zu 14 Tage andauern, sah es gestern Nachmittag besser aus: „Sturm-Folgen weitgehend im Griff“, meldete der Landkreis. Am Nachmittag sollte die Kreisstraße Crivitz-Barnin wieder freigegeben werden, für die Kreisstraße Ludwigslust-Grebs ist eine Aufhebung der Sperrung noch nicht absehbar.

Ebenfalls gesperrt war die Kreisstraße 68 zwischen Friedrichsmoor und Goldenstädt. Dort war eine Eiche mit einem Stammumfang von 1,50 Metern samt Wurzelwerk auf die Fahrbahn gestürzt. Der Schaden sollte gestern Mittag behoben sein. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim ist als Straßenbaulastträger zuständig für nahezu 1000 Kilometer Kreisstraßen. Donnerstag bis in die Nacht hinein und auch am Tag nach dem Sturmtief Xavier waren mehr als 80 Mitarbeiter der zum Fachdienst Straßen- und Tiefbau gehörenden drei Straßenmeistereien in Ludwigslust, Hagenow, Parchim mit den Außenstandorten Crivitz, Lübz und Vellahn im Einsatz.

Wie hoch das finanzielle Ausmaß der Schäden an den Kreisstraßen ist, steht noch nicht fest. Landrat Rolf Christiansen (SPD) dankte gestern allen Helfern: „Das war eine hervorragende Leistung. Der Sturm war außerordentlich heftig und die Schäden entsprechend hoch. Dank Ihrer Hilfe konnten wir die Beeinträchtigung in Grenzen halten.“

Nach dem Sturm ist vor allem auch in den Wäldern weiterhin Vorsicht geboten. „Mit herabstürzenden Ästen oder Kronen müssen Waldspaziergänger noch immer rechnen“, sagt Christian Albrecht, er ist Förster beim Gut Karow. In seinem Revier sieht es einen Tag nach Xavier ganz gut aus. „Wir haben nur minimale Einzelwürfe gehabt“, erläutert Christian Albrecht. Ähnlich geht es seinem Kollegen vom Forstamtsbereich Sandhof.

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