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Parchimer Zeitung

19. Oktober 2017 | 18:08 Uhr

Parchim : Viel Zukunft auf dem Kreistag

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Heute kommen die letzten Änderungsanträge, bevor das Kreisentwicklungskonzept 2030 beschlossen wird

von
erstellt am 12.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Viele haben seit zwei Jahren am Kreisentwicklungskonzept 2030 gearbeitet, jetzt kommt es auf der heutigen Kreistagssitzung ab 17 Uhr zum krönenden Abschluss. Allerdings wundern sich Beobachter. Trotz zweijähriger breiter Diskussionsphase finden sich nicht weniger als acht Änderungsanträge auf der Tagesordnung. Torschlusspanik, Profilierung?

Wir haben auf die Anträge geschaut. Meist sind es sehr konkrete Vorschläge. So will die CDU-Fraktion den Autobahnknoten an der Autobahn A 14 in Höhe Plate im Entwicklungskonzept verankern. 2008 hatten das Straßenbauamt Schwerin, die Stadt Schwerin und der Altkreis Parchim eine Planungsvereinbarung abgeschlossen. Schwerin und das Straßenbauamt lassen die Planungen ruhen, vor allem weil das Unternehmen Nestlé im Industriepark Göhrener Tannen den Bahnanschluss bevorzuge. „Wir möchten festzurren, dass bei künftigen Neuansiedlungen die Planungen wieder aufgenommen werden können“, sagt CDU-Fraktionschef Wolfgang Waldmüller.

Weitere Vorteile seien die kurze Anbindung der Umlandgemeinden von Schwerin (vor allem Plate, Banzkow, Sukow) an das Industriegebiet und an die A14, außerdem eine Entlastung der Gemeinden entlang der L 72 (ehemalige B106) und der Stadt Ludwigslust.

Daneben wollen Kreistagsausschüsse weitere Änderungen. Der Wirtschaftsausschuss findet den Flughafen Parchim nicht wieder. Beim Handlungsansatz „Interkommunale Abstimmung zur Entwicklung und Vermarktung von Gewerbe- und Industriestandorten“ ist bisher nur das Regionalmanagement A 14 für Ludwigslust, Neustadt-Glewe und Grabow im Zukunftskonzept erwähnt. Dort soll jetzt auch der Flughafen Schwerin-Parchim auftauchen. Der Umweltausschuss möchte die Attraktivität der touristischen Anziehungspunkte mit einem ganz einfachen Rezept erhöhen: „Schließung der mobilfunkfreien Zonen im Landkreis auch zur Anziehung von Touristen“. Manches wird mit den Änderungsanträgen konkreter. Aus der „Fortführung der kontinuierlichen Kita-Bedarfsplanung unter Berücksichtigung der zumutbaren Entfernung zwischen Kitas und Wohnorten“ wird jetzt wesentlich klarer vorangestellt: „Sicherstellung eines bedarfsgerechten Kindertagesstättenangebotes“. So will es der Jugendhilfeausschuss. Dass der Teufel im Detail liegen kann, zeigt der Sozialausschuss. Bei den Angeboten für Senioren sollen barrierefreie betreute Wohnformen hervorgehoben werden. Die Barrierefreiheit war ausgerechnet beim Wohnangebot nicht enthalten.

Die heute um 17 Uhr beginnende Kreistagssitzung (Solitär, Landratsamt Parchim) geizt ohnehin nicht mit Zukunftsthemen. Schüler-Busticket und Rufbuserweiterung wären zu nennen.

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