zur Navigation springen
Parchimer Zeitung

23. November 2017 | 12:31 Uhr

Parchim : Viel Arbeit nach Sturm Xavier

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises zieht Bilanz: Fast alle Feuerwehren sowie Sanitäts- und Betreuungszüge im Einsatz.

von
erstellt am 19.Okt.2017 | 20:45 Uhr

Umgestürzte Bäume am Straßenrand, Schäden an der Fahrbahn, Tempolimit: So sieht es zwei Wochen, nachdem das Sturmtief Xavier über das Land gezogen ist, an der Kreisstraße zwischen Friedrichsmoor und Goldenstädt aus. Vielerorts im Landkreis Ludwigslust-Parchim sind die Spuren des Sturms allgegenwärtig. Ihre Beseitigung wird noch lange Zeit dauern.

„Xavier hat uns richtig erwischt“, sagte gestern Landrat Rolf Christiansen in Parchim bei einem Rückblick auf die Hilfsaktionen durch Rettungskräfte, Feuerwehren und Katastrophenschutz. Der Landrat würdigte den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer. Sehr bedauerlich sei es gewesen, dass ein Lkw-Fahrer durch einen umstürzenden Baum ums Leben gekommen ist, so Christiansen. Von großem Glück sprach er zugleich, dass nicht noch mehr passiert ist.

Beim Sturm am 5. Oktober hatte die Leitstelle ab Mittag allein 478 Einsätze für den Landkreis Ludwigslust-Parchim registriert. Das sagte Jessica Markmann, die zusammen mit Thomas Schmidt den Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis leitet. Fast alle Feuerwehren des Kreises waren im Einsatz. Ebenso wie die Einheiten der Sanitäts- und Betreuungszüge der DRK-Kreisverbände Parchim und Ludwigslust sowie des ASB aus Hagenow und Boizenburg.

Einer der ehrenamtlichen Helfer war bei diesem Sturm 24 Stunden auf den Beinen, weiß Thomas Schmidt. Rettungskräfte hätten bestätigt, dass es einen Schaden in dieser Größenordnung und dieser Auswirkungen noch nicht gegeben habe. Um Passagiere in drei liegen gebliebenen Zügen mussten sich die Rettungskräfte kümmern: bei Pritzier, in Ludwigslust und in Boizenburg. In Pritzier holten sie die Menschen mit geländegängigen Fahrzeugen von der Strecke. Später wurden die Gestrandeten in einer Gaststätte versorgt. Für einen Teil der Passagiere eines auf dem Bahnhof Ludwigslust gestoppten Zuges wurde das Nachtlager in der Sporthalle Techentin aufgebaut. Die Menschen aus dem erst sehr spät gemeldeten dritten Zug in Boizenburg wurden mit Essen und Getränken versorgt. Dabei gab es durch den Sturm zusätzliche Probleme wegen der Ausfälle in der Energieversorgung und im Mobilfunknetz.

Viel positive Resonanz habe es nach den Hilfsaktionen gegeben, sagte Christiansen. Alles habe gut geklappt. Über Probleme beispielsweise im Zusammenhang mit dem Stromausfall werde man sich mit den Partnern intensiv austauschen. Christiansen fordert angesichts der sich häufenden Naturereignisse, dass die Strukturen für den Katastrophenschutz nicht reduziert werden dürfen. Man sollte sie eher aufstocken, so der Landrat.

Zum Katastrophenschutz zählen im Kreis jeweils zwei Sanitäts- und Betreuungszüge, Gefahrengutzüge und Wassergefahrengruppen sowie Technik, die bei verschiedenen freiwilligen Feuerwehren stationiert ist.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen