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Parchim : Verkehrskonzept: Bewegung beim Parken

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Geteilte Meinungen zum Start des neuen Verkehrskonzeptes in der Kreisstadt / Erste Veränderungen / Knöllchenflut ohne Folgen

von
erstellt am 08.Jan.2015 | 12:33 Uhr

Die gute Nachricht zuerst: Wer zum Wochenstart in der Parchimer Altstadt sein Auto wie gewohnt an einer Stelle geparkt hat, obwohl diese ab sofort nur noch zeitlich begrenzt oder als Anwohnerparkzone nutzbar ist und dafür ein gelbes Knöllchen erhalten hat, wird keine Zahlungsaufforderung aus dem Rathaus bekommen. „Das ist selbstverständlich kein Freibrief fürs Falschparken, sondern der ernst gemeinte Hinweis, dass sich die Regeln geändern haben und die Missachtung auch weiterhin nicht folgenlos bleibt“, sagt Fachbereichsleiter Holger Geick. Im Rathaus sei man sich durchaus bewusst, dass trotz mehrfacher Information im Vorfeld sich viele erst an das neue Parkkonzept gewöhnen müssen. Und da sei Kulanz der bürgerfreundliche Weg.

Die Absicht, die begrenzte Anzahl der Stellplätze in der Innenstadt effektiver zu nutzen und dafür Anwohnerparkplätze neu zu ordnen, findet in den ersten Tagen nach Inkrafttreten des von den Stadtvertretern mehrheitlich beschlossenen Parkbewirtschaftungskonzeptes geteilte Meinung. Bewohner im Bereich des Alten Marktes können beispielsweise mit einem Anwohnerparkausweis für die Zone B oder C nicht mehr vor der Haustür, sondern nur noch in  etwas entfernter liegenden Nebenstraßen das Auto abstellen. Dafür steht der Alte Markt nun  tagsüber halbstündig kostenfrei (Brötchentaste) oder mit einem  gebührenpflichtigen Parkschein jedermann zur Verfügung.  „Wir wollen die Altstadt als Wohnstandort attraktiv machen. Dazu gehören Stellplätze in der Nähe der Wohnung. Gleichzeitig soll mehr Leben in die Stadt kommen. Das erfordert Parkmöglichkeiten für Besucher und Kunden, die einkaufen wollen oder Behörden besuchen. Das ist ein schwer zu lösender Spagat“, gibt Holger Geick zu bedenken. Auch darum wurde über die neue Lösung in den Fachausschüssen, die stets öffentlich tagen, lange diskutiert. Viele Hinweise konnten berücksichtigt werden. So war zunächst die komplette Stiftstraße als Teil der Anwohnerzone C geplant.  Damit waren Probleme für dort ansässige Geschäftsleute und eine Kita vorprogrammiert. „Wir haben entschieden, dort nun doch drei Kurzzeitparkplätze anzubieten“, so Holger  Geick.    Auch der Hinweis, dass am Mühlenberg bislang kein Hinweis zur Anwohnerzone A zu finden ist, fand offene Ohren. Schilder sollen in Kürze folgen. Insgesamt mussten für das neue Parkkonzept rund 40 neue Schilder montiert werden.

Geschäftsleute fürchten, dass die neue Regelung wie beispielsweise am Alten Markt ihren Bedürfnissen nicht gerecht wird. „Ich empfehle Ihnen, eine Sondernutzungsberechtigung zu beantragen“, kontert Holger Geick.

In der Verwaltung ist man zuversichtlich, dass das neue Konzept nach einer Eingewöhnungsphase akzeptiert wird und sich die Parksituation entspannt. Weiterhin stehen rund 200 kostenfreie Parkplätze am Burg- und Fischerdamm zur Verfügung. Und auch das kleine Parkhaus vis-a-vis des Stadthauses auf der Rückseite der Märkte an der Blutstraße sei bislang nur relativ selten genutzt. „Wir ermutigen jeden, uns Vorschläge zu übermitteln“, so Holger Geick.

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