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Straßensanierung Parchim : Verkehrsader ist nun Nadelöhr

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Am Ostring wird gebaut: Halbseitige Sperrung auf Hauptverkehrsader

von
erstellt am 08.Okt.2015 | 14:54 Uhr

Vormittags um 10 Uhr in Parchim: Die Kreisstädter blicken zum Himmel und sehen dicke graue Wolken. Petrus hat die Schleusen geöffnet und selbst den Optimisten wird klar: Der Herbst ist in  Mecklenburg angekommen. Längst (noch) nicht alle Kraftfahrer können es offensichtlich glauben. Geschätzt nur zwei Drittel der Autos fahren mit Licht. Andere übertreiben es, wollen zeigen, was ihr Wagen hergibt und haben die Nebelscheinwerfer und – man mag es kaum glauben – sogar ihre Nebelschlussleuchte eingeschaltet. In der John-Brinckman-Straße rollt der Verkehr. Insbesondere vor der Asklepiosklinik reiht sich Stoßstange an Stoßstange. Fußgänger, die hier die Ortsdurchfahrt der B 321 überqueren wollen, um beispielsweise zum Krankenhaus zu gelangen, haben es schwer. Aber auch die Autofahrer werden ausgebremst.

Seit wenigen Tagen gibt es an der Einmündung zur Wallallee einen „Kreisverkehr auf Zeit“ (wir berichteten). Hier lief es in den zurückliegenden Tagen nicht rund. Wohl aus Gewohnheit wurden die Hinweisschilder ignoriert und einige Autos fuhren weiterhin geradeaus. Mitarbeiter der Verkehrsbehörden waren mehrfach vor Ort und  haben kleinere Veränderungen vorgenommen. So wurden die weißen (derzeit nicht geltenden) Linien auf der Straße mit gelben Kreuzen als unwirksam durchkreuzt und zusätzlich Warnbarken aufgestellt. Auch größere Blinkzeichen über dem Hinweisschild „Veränderte Verkehrsführung“ sollen schnell folgen. Obwohl auch gestern  ein Kleinwagen mit heimischem Kennzeichen falsch in den Kreisverkehr eingefahren ist und ziemlich viele Kraftfahrer bei der Einfahrt und im Kreisverkehr entgegen den Regeln blinken, hat sich die Situation deutlich verbessert. Bleibt zu hoffen, dass so wie im Vorjahr der Baukreisel ohne größere Vorkommnisse den Verkehrsfluss während der halbseitigen Sperrung auf dem Ostring sichert.

Seit Wochenbeginn haben dort die Arbeiten auf einer der meist befahrenen Verkehrsader der Kreisstadt begonnen. Bis voraussichtlich 30. November lässt das Schweriner Straßenbauamt die Fahrbahn der Bundesstraße 191 zwischen Paarscher Straße bis einschließlich der Kreuzung Lübzer Straße auf einer Länge von 700 Metern instand setzen. Auch der Radweg stadteinwärts wird komplett erneuert. Dafür hat sich die Stadt seit Jahren eingesetzt. Der Verkehr wird über eine Einbahnstraße geführt. In Richtung Lübz werden die Fahrzeuge an der Baustelle vorbeigeleitet. Das funktionierte auch gestern Vormittag reibungslos. Im gesperrten Raum neben der nutzbaren Fahrbahn werden die Steine des alten Rad- und Gehweges aufgenommen. Stadteinwärts nach Parchim  geht es über die Lübzer Straße und die Wallallee zur B 191.

Nicht nur die Baustellen, sondern auch die witterungsbedingten Veränderungen erfordern von allen Kraftfahrern zusätzliche Aufwendungen. Da wird es Zeit, in der Werkstatt einen Termin Reifenwechsel  zu vereinbaren und das Fahrzeug insgesamt wintertauglich zu machen. Gestern Nachmittag nutzten Parchimer auf dem Parkplatz eines Supermarktes am Raiffeisenring das kostenlose Angebot der Kfz-Innung, ihr  Auto einem Lichttest zu unterziehen.  Viele Scheinwerfer mussten korrigiert werden.

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