Grausames Ende eines Familiendramas : Vater springt mit Kindern in den Tod

 Ort des schrecklichen Dramas: die Rombachtalbrücke in Hessen
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Ort des schrecklichen Dramas: die Rombachtalbrücke in Hessen

Parchimer verursacht Familiendrama an der Rombachtalbrücke in Hessen: Sprung von einer 95 Meter hohen Eisenbahnbrücke

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03. August 2015, 11:58 Uhr

Grausames Ende eines Familiendramas: Ein aus Parchim stammender 37-jähriger Vater   sprang mit seinen beiden leiblichen Kindern im Alter von neun und zehn Jahren von einer 95 Meter hohen Eisenbahnbrücke in den Tod.

Der Vorfall ereignete sich am Sonntagnachmittag an der Rombachtalbrücke bei Schlitz in Hessen, informierten die „Fuldaer Nachrichten“. 

Die Staatsanwaltschaft äußerte sich am Montagmorgen erstmals zu Details. Wie Thomas Hauburger von der Staatsanwaltschaft Gießen auf Nachfrage der „Fuldaer Nachrichten“ erklärte, handelt es sich bei den Toten wohl um einen 37-jährigen Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim und seine beiden  Kinder – einen neunjährigen Jungen und ein zehnjähriges Mädchen.

Der Vater lebte von der Mutter getrennt, die Kinder hielten sich mit  Kenntnis der Mutter bei dem 37-Jährigen auf.

Die Kripo in Ludwigslust war am Sonntag von ihren Kollegen in Hessen eingeschaltet worden, um bei der Identifizierung der Toten zu helfen, erklärte Polizeisprecher Klaus Wiechmann auf  Nachfrage unserer Zeitung.

„Offenbar gab es Streitigkeiten um das Sorgerecht“, sagte der Gießener Staatsanwalt Hauburger zu den Hintergründen des Dramas. Die Mutter sei schwer traumatisiert und befinde sich   in notfallseelsorgerischer Obhut. Einen offensichtlichen Bezug des Vater zu dem Todesort in Hessen gebe es nach ersten Erkenntnisse indes nicht.

In der Nähe der Brücke, unter der die drei Leichen am Sonntag gefunden worden waren, entdeckte die Polizei  ein Auto, das dem 37-Jährigen zugeordnet werden konnte. Ein Abschiedsbrief sei  nach Kenntnisstand der Staatsanwalt nicht gefunden worden, schreiben die „Fuldaer Nachrichten“.

Gießener Gerichtsmediziner wollten die Leichen heute obduzieren. Erst danach wird  sich die Staatsanwaltschaft weiter äußern.

Nach dem grausigen Fund unter der Eisenbahnbrücke war die ICE-Strecke zwischen Fulda und Kassel  am Sonntag für knapp drei Stunden voll gesperrt. Am Abend konnte der Abschnitt nach Auskunft der Bundespolizei wieder eingleisig befahren werden.

Die Rombachtalbrücke ist  mit ihren fast 100 Metern die zweithöchste Eisenbahnbrücke im Streckennetz der Deutschen Bahn.

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