Unterstützung für Erhalt der Südbahn

svz.de von
09. September 2014, 14:16 Uhr

Auch überregional sorgen die Südbahnpläne für Ärger. Weil ihre Eltern und Großeltern – selbstständige Geschäftsleute – in der DDR als „Kapitalisten“ schikaniert wurden, zogen die Brüder Roger (71) und Karsten Menck (69) mit ihnen vor 60 Jahren nach Ulm, wo beide bis heute wohnen.

„Alle drei/vier Jahre kommen wir hierher, um Urlaub zu machen, Verwandte und Freunde zu besuchen“, berichtet Erstgenannter. Von Dieter Düwel hätten sie erfahren, dass die Südbahn zwischen Parchim und Malchow zum Jahresende stillgelegt werden soll. Dies wollten die Rentner kaum glauben: „Unfassbar! Wir finden, dass man den hier lebenden Leuten so etwas nicht antun kann. Hat jemand dabei auch mal an soziale Gerechtigkeit gedacht oder interessiert die gar nicht mehr? Wer diese Empfindung kennt, wird sie tief geschädigt sehen.“

Als spontanen persönlichen Beitrag haben die Brüder aus Ulm gegen die Südbahn-Kürzung unterschrieben: „Der Widerstand dagegen ist gut. Was man hier vorhat, ist nicht bürgerfreundlich und auch uns interessiert, wie es weitergeht.“


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen