Parchim : Umzug mit 700 Stoffbahnen

Neues Outfit für den Frühling: Anne-Katrin Schur und Marion Hintz nähten sich unter Anleitung von Karoline Herrmann (v. l. n. r.) zum ersten Mal ein Kleid. Das neue Domizil von „Majestätisch“ finden sie „so schön hell und freundlich“.
Neues Outfit für den Frühling: Anne-Katrin Schur und Marion Hintz nähten sich unter Anleitung von Karoline Herrmann (v. l. n. r.) zum ersten Mal ein Kleid. Das neue Domizil von „Majestätisch“ finden sie „so schön hell und freundlich“.

Jetzt wird es am Parchimer Schuhmarkt „majestätisch“: Jungunternehmerin Karoline Herrmann hat seit dieser Woche ein größeres Domizil

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16. März 2018, 12:00 Uhr

Mit ihrem ersten selbst genähten Kleid zur eigenen Freude und einem Gutschein zum Verschenken verließ Marion Hintz am Mittwochabend kurz vor Ladenschluss Parchims Stoffparadies „Majestätisch“. Sie  hatte gemeinsam mit ihrer Kollegin Anne-Katrin Schur einen Nähkurs bei Inhaberin Karoline Herrmann gebucht. Die beiden Parchimerinnen genossen die  drei Nachmittage,  umgeben von Stoffen, die das Herz jeder Handarbeiterin höher schlagen lassen, als schöne Ablenkung zum Beruf.  Den Zuschnitt für ihr neues Frühlingsoutfit fertigten Marion Hintz und Anne-Katrin Schur noch in dem kleinen, heimeligen Lädchen an, das Karoline Herrmann im August 2016  etwas versteckt in der Kirchgasse eröffnete. Die letzten Nähte zogen die beiden Kursteilnehmerinnen am Mittwoch  im neuen Domizil von „Majestätisch“  auf dem Parchimer Schuhmarkt.

Den Umzug stemmte Karoline Herrmann am vergangenen Sonnabend – ausgerechnet an ihrem Geburtstag, der ihr wohl für immer in Erinnerung bleiben wird.  Bis zum  Freitagnachmittag gaben sich am alten Standort noch die Kundinnen die Klinke in die Hand. „Um 16 Uhr haben wir dann angefangen, die Regale auszuräumen und alles für den Transport startklar zu machen“, erzählt die Geschäftsfrau. Gute 24 Stunden später hatten 700 Stoffbahnen, Nähmaschinen, Garne, Nadeln und  unzählige andere Kurzwaren  ihren festen Platz am neuen Standort  in bester Lage gefunden. „Ich hatte viele liebe Helfer“, betont  die Jungunternehmerin dankbar und legt sich an dieser Stelle gleich fest: „Noch mal ziehe ich nicht um.“ Der Gedanke, Ausschau nach größeren Räumen zu halten, wurde seit dem vergangenen September immer konkreter. Als Karoline Herrmann vor gut anderthalb Jahren den Sprung in die Selbstständigkeit wagte, um ihr kreatives Hobby zum Beruf zu machen, setzte die studierte Betriebswirtin  bewusst auf einen vorsichtigen Anfang. So  konzentrierte sie sich zunächst auf Stoffe, wie gemacht, um Babys und Kleinkinder mit Selbstgenähtem majestätisch auszustaffieren.  Die Resonanz war enorm, in dem kleinen Lädchen herrschte immer Betrieb  und Karoline Herrmann hatte glücklicherweise feine Antennen für die Anregungen und Wünsche ihrer Kundinnen.  Mit etwa 100 verschiedenen Stoffbahnen im Angebot startete sie damals durch. Heute hat sie etwa das Siebenfache passend für jede Generation und jeden Geschmack zur  Auswahl. Die Nähkurse stehen hoch im Kurs. Sogar Kinder können hier an speziellen Maschinen, die extra für kleine Hände konzipiert sind, ihre ersten Nähversuche unternehmen. Und die gipfeln oftmals  in erstaunlichen Resultaten. Vor allem  an Ferientagen  surren die Kindernähmaschinen am laufenden Band. Mit Brigitte Ruck sowie Janine Lietz hat sich die Geschäftsinhaberin inzwischen sogar schon Verstärkung in den Laden geholt. Doch dieser  war mittlerweile  gemessen am Zuspruch  platzmäßig einfach ein paar Nummern zu klein geworden.   Gefühlt dreimal so groß und  barrierefrei zugänglich ist das neue  Domizil am Schuhmarkt. Die Kunden kommen aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. „Viel zu viele schöne Stoffe“, seufzt Melanie Uhlemann, die Mama von Söhnchen Till (2), um dann nach Herzenslust die  Qual der gut sortierten Auswahl  zu genießen. Für Marion Hintz und Anne-Katrin Schur  zählt im  Vorher-Nachher-Vergleich, dass Nähkursteilnehmer  nun deutlich  mehr Platz zum Arbeiten haben. Ja, sogar  Kinderwagen können jetzt locker im Geschäft „geparkt“ werden. Und viele Passanten freuen sich mit, dass in dem großen Ladengeschäft  mitten im Herzen von Parchim nach kurzem Leerstand wieder Leben herrscht.

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