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LUP-Feuerwehren : Übereilte Fusion war der falsche Weg

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

svz.de von
erstellt am 01.Feb.2016 | 06:30 Uhr

„Gemeinsam retten, löschen, bergen, schützen – nur darum kann es gehen“, so CDU-Kreisfraktionschef und Mitglied des Landtages Wolfgang Waldmüller gegenüber SVZ nach dem plötzlichen Rücktritt von Kreiswehrführer Manfred Jedzik (wir berichteten). „Ich bin auch heute noch davon überzeugt, dass die vom Landrat schnell vorangetriebene Fusion nicht der richtige Weg war, um ein zukunftsfähiges Miteinander aller Wehren in der Verbandsarbeit zu erreichen. Die Zeit war einfach noch nicht reif für diesen großen Schritt“, sagt Waldmüller.

„Unabhängig davon blicke ich immer wieder mit Stolz auf das großartige Engagement und die gute Arbeit unserer rund 9000 Kameraden im gesamten Landkreis. Denn ohne sie alle würde ein flächendeckender Brandschutz auch in Zeiten des demografischen Wandels nicht gewährleistet werden können. Aber genau darauf vertrauen unsere Bürgerinnen und Bürger.“ Umso wichtiger sei es, den Kreisfeuerwehrverband und seine Kameraden mit ihren Problemen nicht alleine zu lassen.

Auch dem Problem des zunehmenden Fehlens von Lkw-Führerscheinen nehmen sich die Christdemokraten an und stellen auf Initiative der CDU-Landtagsfraktion in den nächsten beiden Jahren insgesamt 100 000 Euro Landesmittel bereit. Waldmüller: „Es gibt aber Bereiche, da können wir nicht von ,oben` eingreifen, immer dort, wo es um das Miteinander von Menschen geht.“

Die Menschen im Landkreis können sich immer auf die Kameradinnen und Kameraden der Verbände verlassen, wenn es darum geht, Brände zu löschen und Menschen zu schützen, zu retten und zu bergen. Sie hätten stets verantwortungsvoll entschieden und gehandelt.

Wolfgang Waldmüller fragt: „Warum bringen wir ihnen jetzt nicht dasselbe Vertrauen entgegen, wie wir es tagtäglich machen, wenn es um unseren Schutz geht und lassen sie ohne Druck ihre ganz eigenen Entscheidungen treffen, zumal wir sehen, dass sich der seinerzeit ausgeübte Druck nicht der richtige Weg war?“ Man könne keinen Ehrenamtler zum Dienst zwingen, doch würden wir immer wieder Menschen brauchen, die bereit sind, ihre Zeit und auch ihr Leben für das der anderen einzusetzen. Um sie zu gewinnen und zu halten, verlange es nach einem „sensiblen und respektvollem Umgang und nicht nach Druck und Gängelei“, betont der Fraktionsvorsitzende.

Er wünscht sich eine Vorstandsspitze, die in ihrer Gesamtheit alle Regionen des Landkreises verantwortungsvoll verbindet: „Aber lassen wir unseren Verband selbst entscheiden, ob er bereit ist, jetzt einer zu werden und gemeinsam in eine für unseren Landkreis sichere und geschützte Zukunft zu gehen. Dann werden sich einvernehmliche Lösungen finden.“

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