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Parchimer Zeitung

20. Oktober 2017 | 20:10 Uhr

Parchim : Theater: Ausschuss macht Druck

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Immer noch ist unklar, aus welchem Topf die fünf Fördermillionen des Landes für die neue Spielstätte kommen

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim soll bei der Landesregierung gehörig Druck machen, damit sie die von dort zugesagten fünf Millionen Euro zur Schaffung eines Theaterbaus in Parchim schnellstmöglich locker macht. Seit 2014 sind die große Bühne und der Malsaal aus bautechnischen Gründen für den Zuschauerverkehr gesperrt. Einzig die kleine Bühne in der Theatergaststätte darf weiterhin bespielt werden. In Zukunft soll die alte Elde-Mühle in der Kreisstadt Heimstätte für das Junge Staatstheater und die Fritz-Reuter-Bühne werden.

„Die Bürger fühlen sich von der Politik verschaukelt“, gab Andreas Sturm (Die Linke) im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport in der jüngsten Sitzung am Montagabend verärgert zu Protokoll. Der stellvertretende Ausschussvorsitzende warf dem Landkreis vor, es verpasst zu haben, frühzeitig eine formelle Zielvereinbarung über die Finanzierung getroffen zu haben. „Das hat das Projekt zeitlich unnötig verzögert.“ Eine solche Vereinbarung hatte der damalige Bildungsminister Mathias Brodkorb vor einem Jahr im Bildungsausschuss vorgeschlagen.

Dass die Landesmittel womöglich aus dem Topf für die Städtebauförderung fließen, schloss Rainer Pekram als Fachdienstleiter für Bildung, Kultur und Sport aus. „Dadurch würde anderen Projekten das Geld wiederum fehlen.“ Deshalb werde es der Kreis bei seinem Bemühen um die Fördergelder offen lassen, aus welchem Topf sie letztlich ausgeschüttet werden. Pekram deutete an, dass der Landkreis ohnehin nicht der Planer für das Bauvorhaben sein werde. Außerdem werde darüber nachgedacht, für das Gebäude außer dem Theater mit seinen Erfordernissen für einen regulären Spielbetrieb weitere Nutzer einzuwerben.

Dass das Landesgeld komme stehe außer Frage, sagt CDU-Kreistagsfraktionschef Wolfgang Waldmüller. Das sei ihm zugesichert worden: „Im Februar wird es eine Zusammenkunft aller Beteiligten geben.“

Pekram lobte das Engagement der Theatermacher um Intendant Thomas Ott-Albrecht. Davon zeuge ein prall gefüllter Spielplan, der sich nicht allein auf das große Haus in Schwerin oder die Parchimer Stadthalle beschränke, sondern auch andere Spielorte wie das Schweriner E-Werk einschließe. „Der Spielplan weist außer den bereits zum Repertoire zählenden Inszenierungen zwei Premieren aus.“ Beim jungen Staatstheater komme am 5. Februar in der Parchimer Stadthalle das Stück „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ zur Uraufführung.

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