Weihnachtsbaumplantage geöffnet : Tannenduft und Rentierträume

Der grüne Festtags- und Grabschmuck bringt Yves Piehl in den nächsten Tagen jede Menge Arbeit. Fotos: Wolfried Pätzold
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Der grüne Festtags- und Grabschmuck bringt Yves Piehl in den nächsten Tagen jede Menge Arbeit. Fotos: Wolfried Pätzold

Stabile Preise bei Tannengrün und Christbäumen / Vierbeinige Überraschungsgäste

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11. November 2015, 16:41 Uhr

Bei frühlingshaften Temperaturen mitten im Herbst will Vorfreude auf das Weihnachtsfest einfach noch nicht aufkommen. Doch damit hat Yves Piehl so seine eigenen Erfahrungen. „Wenn ich bei 30 Grad Celsius mit dem Kanu auf der Warnow unterwegs bin, gehen mir Nordmann-, Blautannen und Nobilis durch den Kopf“, sagt der junge Mann, der nicht nur seinen Sommerjob als Kanuverleiher, sondern auch das zweite Standbein als Weihnachtsbaumverkäufer mit Leidenschaft betreibt. Vor fünf Jahren  hat Yves Piehl die wohl bekannteste Weihnachtsbaumplantage am Parchimer Stadtrand gleich hinter Hansa-Baustoff  übernommen. Und das Areal ist längst aus dem Sommerschlaf erwacht. „Wir öffnen traditionell bereits im Oktober. Es gibt schließlich Kunden, die es kaum noch erwarten können und meist große Weihnachtsbäume für den Vorgarten oder die Firmenräume rechtzeitig kaufen“, sagt er. So ist einer seiner Stammkunden extra aus Güstrow in  die Parchimer Plantage, die es bereits seit nunmehr 25 Jahren gibt, gekommen, um seinen Traumbaum in  aller Ruhe vor Ort auszuwählen.

Zusammen mit seinem Mitarbeiter Peter Eschmann – der im benachbarten Stralendorf zu Hause ist und seinen ersten Job als SVZ-Zusteller längst erledigt hat, bevor es vormittags auf die Plantage geht – hat er nun alle Hände voll zu tun. Im Moment dreht sich  alles um Schnittgrün, mit dem die Gräber und auch Blumenrabatten abgedeckt werden. Aufwendig muss die Ware für die Kunden vorbereitet und  gewogen werden. Das Grün der Nordmann- und  Blautannen, die in der  Plantage vor Ort längst das Standardmaß überschreiten, ist dabei besonders gefragt. „Man sieht es der Ware  an und riecht es natürlich auch, dass wir das Schnittgrün stets frisch ernten“, sagt der Experte. Auch Zierkissen für den Grabschmuck gibt es in großer Auswahl.

In Papier und Tüten sind längst die Verträge für die Lieferung der Christbäume. Sie kommen überwiegend aus zertifizierten Plantagen in Brandenburg und Norddeutschland. „Wir ordern auch Bäume in Dänemark. Es gibt einige Kunden, die darauf schwören“, weiß Yves Piehl aus Erfahrung. „Die Preise bleiben in diesem Jahr stabil“, freut sich der Verkäufer. Und es kommt noch besser. „Der zweite Advent ist traditionell auch ein  Weihnachtsbaumkauftag für die Familien. Da wollen wir unseren Kunden auch etwas Besonderes bieten“, macht er neugierig. „Wer schon  einmal davon geträumt hat, im Weihnachtswald echte Rentiere zu treffen, braucht diesmal nicht weit zu reisen.“ Mit Jens Kohlhaus, der in Sternberger Burg ein Feriencamp betreibt und dort u.a. Kamele und Rentiere hält, hat Yves Piehl vereinbart, dass die beliebten Vierbeiner am zweiten Advent zu ihm in die Plantage kommen. Da gibt es die Chance, sich mit den Tieren zu fotografieren. Vielleicht geht für den einen oder andere sogar der Traum in Erfüllung: „Ich  wurde vom Rentier geknutscht“. Die Plantage wird festlich geschmückt sein, es gibt Glühwein, heiße Getränke und Bratwurst und Yves Piehl legt beim Weihnachtsbaumkauf noch einen Rabatt für seine Kunden drauf. Bis zum 23. Dezember hat jedermann die Chance, sich seinen Wunschbaum in fast jeder Größe auszusuchen. „Für Nachzügler gibt sogar noch am Heiligen Abend eine Chance“, heißt es. Und zum Baum gibt es Ratschläge gratis dazu. So liegen in  diesem Jahr laut Fachmesse „Christmasworld“ Schmuck der Farben Kupfer und Rosa in der Gunst ganz vorne.

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