Vorfreude : Tannenduft liegt in der Luft

Yves Piehl und Peter Eschmann sind auf die Kundenwünsche gut vorbereitet. Fotos: Wolfried Pätzold
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Yves Piehl und Peter Eschmann sind auf die Kundenwünsche gut vorbereitet. Fotos: Wolfried Pätzold

Ernte in der Weihnachtsbaumplantage hat begonnen / Erste Christbäume bereits verkauft / Zufahrt auch während Straßenbau gesichert

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09. November 2014, 12:52 Uhr

Angesichts der  milden Herbsttemperaturen fällt es in diesem Jahr besonders schwer, sich auf die bevorstehenden Festtage  einzustimmen.   Für  Yves Piehl, der  eine Christbaumplantage an der Sternberger Chaussee gleich hinterm Hansa Baustoffwerk betreibt, macht es aber keinen großen Unterschied, ob im Oktober Väterchen Frost bereits grüßen lässt, oder das Thermometer Purzelbäume schlägt. „Meine Kunden warten bereits auf frisches Tannengrün, damit sie die Gräber ihrer Angehörigen pünktlich zum Totensonntag schmücken können“, sagt der junge Mann. Und, man mag es kaum glauben, Yves Piehl hat in diesem Jahr bereits eine handvoll Weihnachtsbäume bereits verkauft und zahlreiche Bestellungen angenommen. „Es wird immer beliebter, sich einen großen Tannenbaum in den Vorgarten zu stellen“, erzählt er. Zu seinen ersten Kunden gehören auch Firmen aus der Region, die einen repräsentativen Weihnachtsbaum als Deko benötigen. Entsprechende Exemplare, die auch schon mal sieben Meter groß sein können, stehen bereit. Die Weihnachtsbaumplantage, die am Parchimer Stadtrand gleich nach der Wende angelegt worden ist, hat sich längst als Quelle von qualitativ anspruchsvollen Schnittgrün und Christbäumen etabliert. „Hierher kommen viele Stammkunden aus Parchim und der weiteren Umgebung von Plau bis nach Schwerin“, so der leidenschaftliche Weihnachtsbaumverkäufer, der in den Sommermonaten Lohn und Brot als Kanuvermieter an der Warnow in Weitendorf verdient. „Meine Jobs haben halt immer etwas mit der Natur zu tun“, ist Yves Piehl wichtig.

Ende Oktober hat der junge Mann die Tore für seine Kunden wieder eröffnet. Sein Angebot an Nordmann-, Blautannen und Nobilis sowie Fichten und Kiefern ist groß. Der Experte legt Wert darauf, dass seine Bäume aus Norddeutschland stammen. Vielen Kunden ist wichtig, einen heimischen Christbaum für die gute Stube zu kaufen. Die seien garantiert schadstofffrei und natürlich aufgrund kurzer Lieferwege auch frisch.

Auf den ersten Blick ist nicht zu erkennen, wie viel Arbeit in den Vorbereitungen auf den Schnittgrünverkauf steckt. „Man sieht es der Ware  an, dass wir das Schnittgrün  in unserer Plantage  frisch ernten“, sagt Yves Piehl. Er genießt es wie seine Kunden, dass sich der Duft des frischen Tannengrün auf dem Verkaufsplatz verteilt. „Da kommt Festtagsstimmung auf“, meint er.

Die meisten Kunden nehmen ein, zwei, drei Bünde und verabschieden sich mit der Zusage, dass sie in wenigen Wochen noch einmal wiederkommen, um sich hier wie seit Jahren auch den  Weihnachtsbaum zu holen. Yves Phiel hat für alle eine gute Nachricht: Die Preise bleiben auch in diesem Jahr stabil. Abgerechnet wird nach laufendem Meter. Für die Nordmanntanne sind  pro lfd. Meter knapp 19 Euro fällig. „Auch wer einen kleinen Baum für die gute Stube sucht, wird bei uns fündig“, verspricht er.

Richtig los geht es bei Yves Piehl am 2. Advent. Und auch eine Woche später zieht es ganze Familien auf seine Plantage, um gemeinsam den Christbaum auszusuchen. An beiden Wochenenden gibt es hier sogar einen Glühwein und eine leckere Bratwurst zur Stärkung und vom Plantagenbetreiber ein kleines Präsent dazu. Begehrt ist auch der Rat vom Fachmann,  wie sich der Baum in der warmen Stube möglichst lange frisch hält. „Die Bäume brauchen viel Wasser, zunächst bei der Lagerung im Freien und am besten auch im Ständer.  Mehrere Liter Wasser saugt ein Christbaum in der Wohnung auf“, weiß der Fachmann.  So sei es sogar möglich, den liebevoll geschmückten Weihnachtsbaum über Silvester oder womöglich bis in die ersten Wochen des neuen Jahres hinüber zu retten.

Einen Wermutstropfen gibt es leider auch. In wenigen Tagen soll die Straße vor der Plantage vom Bahnübergang  am Hansa-Baustoffwerk bis Daarze saniert und dafür teilweise gesperrt werden. „Diese Information hat mich total überrascht“, sagt Yves Piehl. Doch er bleibt gelassen: „Ich habe von den Verantwortlichen inzwischen die Zusage erhalten, dass die Kunden aus Richtung Parchim zum Weihnachtsbaumkauf weiter auf meine Plantage fahren können. Es wird auch entsprechende Hinweisschilder geben.“ Wäre keine Einigung zustand gekommen, hätte das diesjährige Weihnachsgeschäft  für den Plantagen-Betreiber im Fiasko enden können.

Nicht abnehmen kann Yves Piehl seinen Kunden die Entscheidung, wie sie den Christbaum schmücken. Bei Piehls kommen in diesem Jahr Kugeln und Schmuck in den Farben Schokobraun, Creme und Apfelgrün an die schmucke Nordmanntanne.

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