zur Navigation springen
Parchimer Zeitung

14. Dezember 2017 | 23:59 Uhr

Parchim : Tango, Jazz und Luther im Lied

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

St. Georgen: Konzertprogramm für 2017 steht. Chöre der Region gestalten zum Reformationsfest einen Singegottesdienst.

von
erstellt am 18.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Der in diesem Jahr groß gefeierte Reformator Martin Luther hatte sich auch auf die Fahnen geschrieben, den Gemeindegesang zu aktivieren: Dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch den Singegottesdienst, der am 31. Oktober ab 16.30 Uhr in der Parchimer St. Georgenkirche gefeiert wird. Mitwirkende sind etwa 100 Sängerinnen und Sänger aus bis zu zehn Kirchenchören der Region. Unter dem Motto „Singet dem Herrn ein neues Lied“ werden sie anlässlich des Reformationsjubiläums Lieder und Chorliteratur sowie liturgische Stücke aus jeder Musikepoche bis hin in die Moderne zu Gehör bringen. Gedanklich stimmen sich die Chorleiter längst auf dieses Ereignis ein: Am Freitag dieser Woche findet das dritte Vorbereitungstreffen mit St. Georgenkantor Fritz Abs statt.

Als besondere Veranstaltung im Lutherjahr steht am 14. Mai um 15.17 Uhr eine etwa halbstündige musikalische Andacht zum Reformationsjubiläum auf dem kirchenmusikalischen Kalender in der Backsteinkirche im Herzen von Parchim. Mit einer Meditation über ein Lutherlied greift bereits der Gottesdienst am Vormittag das Thema Gemeindegesang als Erbe der Reformation auf.

Wie beständig an St. Georgen die kirchenmusikalische Basisarbeit gepflegt wird, spiegelt sich einmal mehr im Konzertangebot des Jahres wider: In bewährter Tradition hält Kantor Fritz Abs zum Beispiel an den Musiken zum Tagesausklang sowie an den adventlichen Orgelmusiken zur Wochenmitte fest. In den Musikgruppen engagierte Gemeindemitglieder gestalten das erste von zwei in diesem Jahr geplanten Benefizkonzerten für die Baukasse. Sie bringen am 3. Mai geistliche Abendmusik mit Werken alter und neuer Meister zu Gehör. Am 21. Mai stellen sich Hobbyorganisten, die bei Kantor Abs Unterricht nehmen, an der Frieseorgel von 1871 vor. Diese Nachmittagsveranstaltung findet im Rahmen des Parchimer Stadtfestes statt. Nicht mehr aus dem Kalender wegzudenken ist die von Kindern, Bläsern, Mitwirkenden der St. Georgenkantorei und dem Herzfelder Kirchenchor gestaltete Musik am ersten Adventssonntag nach dem Kirchenkaffee. Am dritten Advent stimmt außerdem der Bläserkreis von St. Georgen unter Leitung von Kantor Abs aufs Fest ein.

Erstmals gehört der Bläserkreis gemeinsam mit Heiko Wiegandt (Trompete und Flügelhorn) am Karfreitag 2017 zu den Ausführenden der von Kantor Abs an St. Georgen fest etablierten Musik zur Sterbestunde Jesu. Sie findet am 14. April um 15 Uhr statt. Eine Stunde, bevor sich am Silvesterabend das Jahr 2017 verabschiedet, öffnet sich die Kirchentür von St. Georgen für eine gute halbe Stunde für Besucher, die bei Orgelmusik das Jahr ausklingen lassen möchten.

Parchim gehört auch 2017 zu den auserwählten Orten der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern: Am 25. August ist in St. Georgen ein ungewöhnliches Zusammenspiel von Mandoline und Cembalo mit Avi Avital und Mahan Esfahani zu erleben.

Die Akkordeonistin Bettina Born entführt am 5. Februar um 16.30 Uhr in ihrem neuem Programm „Musette adrett“ mit eigenen Kompositionen in ihre Welt der Musettewalzer und des Tango. Zu Gast in St. Georgen sind in den nächsten Monaten der Fahrradkantor Martin Schulze aus Frankfurt/Oder (am 23. Juni um 19.30 Uhr) sowie Bläser der Sächsischen Posaunenmission unter Leitung von Jörg-Michael Schlegel (am 7. Juli um 19.30 Uhr). Das „Duo Zia“ mit Jörn Lazarus (Jazztrompete) und Margarete Schein (Orgel) wird am 24. August (19.30 Uhr) erwartet.

Für den 3. Oktober ist ein Kammerkonzert zum Tag der Einheit mit Felizia Frenzel (Rostock) als Solistin geplant. Es beginnt um 16.30 Uhr. Der Mecklenburgische Bläserkreis unter Leitung von Landesposaunenwart Martin Huss gibt am 30. Dezember ab 19.30 Uhr ein großes Bläserkonzert in St. Georgen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen