Parchim : Tag der Bescherung im Krankenhaus

Der kleine Carlo (rechts) erfreut sich in der Klinik an den Geschenken von Weihnachtsmann und Co.
Der kleine Carlo (rechts) erfreut sich in der Klinik an den Geschenken von Weihnachtsmann und Co.

Weihnachtsmann besuchte Klinik. Alljährliches Turmblasen lockte zahlreiche Besucher an.

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26. Dezember 2017, 20:55 Uhr

Oh, die Weihnachtszeit! Mit dem Fest der Liebe schlagen Kinderherzen höher, Stund um Stund rückt die Bescherung näher und wenn der Abend hereinbricht, ist es endlich soweit…

So ist es glücklicherweise im Normalfall. Doch manch ein Kind verbringt die Weihnachtszeit auch wider Willen im Krankenhaus und dann muss eben der Weihnachtsmann dorthin gelangen, um die Geschenke an den sehr jungen Mann oder die sehr junge Frau bringen. Zum Glück für den kleinen Carlo: Der Vierjährige hütete bereits seit dem 22. Dezember das Krankenhausbett der Asklepios Klinik Parchim und vertrieb sich zusammen mit Mama Laura die vorweihnachtlichen Stunden in zugegebenermaßen sehr steriler und wenig vorweihnachtlicher Atmosphäre.

Doch dem Weihnachts-Schlitten aus Matzlow sei Dank wurde dem Warten ein Ende bereitet! Mit dem offiziellen Weihnachtsmann, der im Privaten auf den Namen Wolfgang Mulsow hört und seinem Engel Victoria wurde dem kleinen Carlo das Weihnachtfest ein wenig versüßt. Und gute Nachrichten gab es obendrein: Mama Laura und der Sohnemann durften den heiligen Abend doch zuhause verbringen.

Bis es für die Weihnachts-Crew jedoch soweit war, musste der Schlitten auf schneefreier Flur noch ein paar Runden drehen. Doch abends hat der Parchimer Weihnachtsmann, anders als die meisten seiner Berufskollegen, frei: „Sonst gibt es Krieg in der Familie!“ Sodann ging es von der Klinik an der Demenz-Wohngruppe in der Heidestraße vorbei, wo es ein paar Kurze für Bewohner und Mitarbeiter gab: „Hier, eure Medizin!“schallte es aus dem weißen Rauschebart, ein paar Neugierige wurden auf den Schlitten geholt und Hans Göldnitz alias Knecht Ruprecht ließ die Rentiere im Pferdekostüm, die auf die Namen Fasko und Lümmel hörten, nach Kräften ziehen. Mit Blick auf das Ziel, dem Glühweinausschank vor dem Brauhaus und das zeitgleich stattfindende Turmblasen des Eldeblasorchesters, wurde mit dem Glockenspiel von Engel Victoria die Innenstadt beschallt.

Weit größere Instrumente fanden derweil den Weg in die oberen Etagen des Brauhauses: Drei Trompeten, eine Posaune und die Tuba gehörten zum Repertoire der fünf Musiker des Eldeblasorchesters. So wehten Klassiker wie „O Tannenbaum“, „Alle Jahre wieder“ oder auch „Leise rieselt der Schnee“ vom Turm hinab zu den zahlreich erschienen Zuhörern, welche zwar ohne die weiße Pracht leben mussten, sich aber mit Glühwein und Eisbahn darüber hinwegtrösteten und den besinnliche Liedern lauschten.

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