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Parchimer Zeitung

23. November 2017 | 05:02 Uhr

Parchim : Sven Pienkny sang in Berlin

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Bei der Aufführung des Pop-Oratoriums Luther stand Sänger aus Parchim in erster Reihe der Haupttribüne

von
erstellt am 02.Nov.2017 | 05:00 Uhr

„Es war ein cooles Erlebnis“, erzählt Sven Pienkny. Der Parchimer sang am Sonntag in einem Riesenchor mit 4000 Mitwirkenden in der Mercedes-Benz-Arena in Berlin. Hier wurde das Pop-Oratorium Luther aufgeführt. Der Parchimer stand auf der Haupttribüne in der ersten Reihe. Bekannte sahen ihn später auf dem Fernsehbildschirm. Denn am Reformationstag zeigte das ZDF eine Aufzeichnung der Berliner Aufführung über Luther.

Das Werk von Michael Kunze (Librettist) und Dieter Falk (Komponist) war in diesem Jahr zum Reformationsjubiläum in zahlreichen Metropolen Deutschlands zu sehen. Ein stimmgewaltiger Chor mit Sängerinnen und Sängern aus der jeweiligen Region führte das Pop-Oratorium zusammen mit einem Symphonieorchester, einer Rockband und zahlreichen Musicalstars auf. Sie boten zeitgemäße Musik zum Mitsingen und Mitklatschen.

Sven Pienkny war zweimal dabei – zu Jahresbeginn in Hamburg und jetzt in Berlin. Er singt seit einigen Jahren im Kirchenchor von St. Georgen in Parchim. Als er von dem Pop-Oratorium hörte, wollte er mitmachen. Für 100 Euro hatte sich der Parchimer die Noten gekauft. Immer wieder hatte er die CD mit der Musik gehört und dazu das Skript gelesen. Bis er zusammen mit hunderten Sängern die ersten Hauptproben in Hamburg absolvierte. Für den Chorsänger war die Teilnahme am Pop-Oratorium nicht billig. Jede Zugfahrt zum Proben und zu den Auftritten plus Hotelübernachtungen kostete eine beachtliche Summe. Deshalb musste er abwägen, bei welchen Veranstaltungen er mitmacht. In die Lutherstadt Wittenberg wollte er ursprünglich auch fahren, erzählt er. Aber das hat er gestrichen.

Das Abschlusskonzert am 29. Oktober in Berlin hatte er bis zum Schluss auf der Agenda. Doch seine Teilnahme entschied sich erst sehr spät. Er war umgezogen und deshalb war das Geld knapp. Durch eine Spende aus seiner Gemeinde konnte er schließlich doch fahren.

Als zusätzliche Hürde für viele Mitwirkende und Zuschauer erwies sich der jüngste Sturm, durch den zahlreiche Züge ausfielen – auch zwischen Hamburg und Berlin. Sven Pienkny berichtet, dass ihn am Montag nach dem Konzert eine Familie aus Parchim im Auto mit nach Hause genommen hat.

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