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Rekord-Temperaturen sorgen für Urlauberstrom : Super-Sommer lockt Gäste nach Pütt

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Wer gerade nicht arbeiten muss, der gönnt sich derzeit ein erfrischendes Eis, hält die Füße ins Wasser oder lässt einfach mal die Seele baumeln, so wie die Urlauber, die gerade zu hunderten Parchim erkunden.

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erstellt am 26.Jul.2013 | 04:27 Uhr

Parchim | Heiße Sahara-Luft sorgt an diesem Wochenende für Rekordtemperaturen von bis zu 40 Grad. Wer gerade nicht arbeiten muss, der gönnt sich ein erfrischendes Eis, hält die Füße ins Wasser oder lässt einfach mal die Seele baumeln, so wie die Urlauber aus nah und fern, die gerade zu hunderten die Elde-Stadt erkunden. "Besonders die Stadt-, Wasser- und Radtouristen fühlen sich bei uns wohl", weiß Cornelia Przybylak von der Parchimer Touristinformation. Für viele von ihnen ist Pütt ein Etappenziel auf ihrer Reise durch die Mecklenburgische Seenplatte.

Zu ihnen gehören auch die Hamburger Marie Luise Fehler und Jan Deimel, die mit ihrem Boot an der Marina fest gemacht haben. "Wir sind schon zum zweiten Mal in Parchim und genießen die Ruhe besonders. Schon der Weg hierher war wunderschön und wir haben gleich zwei See-Adler beobachten können - Natur pur", sagt Jan Deimel begeistert. Ihr Boot haben die gebürtigen Hamburger seit etwa vier Jahren und sie genießen es, damit dem Großstadt-Alltag entfliehen zu können. "Eine richtige Tour haben wir aber nicht geplant. Wir wollen uns einfach treiben lassen und nach Parchim wird es dann erstmal in Richtung Plau weitergehen", verrät Marie Luise Fehler, die als Tochter eines Kapitäns auf dem Wasser groß geworden ist, und fügt hinzu: "Zwei Stunden auf dem Wasser sind wie ein Tag Urlaub."

Den kürzesten Weg zur Elde haben wohl die Vereinsmitglider der Gartenanlage am Mühleneck. Vor etwa 27 Jahren wurde das Gebiet entlang der Elde urbar gemacht und es entstanden hier erstmal zehn und ein Jahr darauf 22 weitere Kleingärten. Manfred Pikowski weiß noch genau wie es damals hier aussah: "Wir waren hier Pioniere. Weit und breit war nur Sumpf und Pümperwiesen - wie wir sie immer nannten. An den vielen Schutt kann ich mich noch gut erinnern - sogar alte Kriegsmunition war darunter." Im Laufe der Jahre hat der 59-Jährige hier eine kleine grüne Oase mitten in der Stadt geschaffen.

"Die Elde vor der Tür möchte ich wirklich nicht mehr missen und auch sonst bin ich immer gerne im Grünen. Wenn die Kinder und Enkel zu Besuch sind, gehen wir oft an den Hafen, beobachten die Boote oder füttern die Enten", schwärmt der Kleingärtner, der gleichzeitig stellvertretender Vereinsvorsitzender seiner Gartenkolonie ist. Bei Pikowskis wird auch noch wie früher Saft gepresst und eingeweckt. Das schmecke seiner vierjährigen Enkelin ganz besonders gut, verrät Manfred Pikowski, der in seiner Parzelle von allem ein bisschen anpflanzt, wobei Erdbeeren aber auf keinen Fall fehlen dürfen.

Eines versteht der Kleingärtner nicht: "Ich frage mich immer, warum nicht mehr junge Familien mit kleinen Kindern einen solchen Garten haben?" So könnten die Kinder im Freien spielen und man hätte dennoch immer ein Auge auf sie, weiß der Kleingärtner, der gerade sein zweites Enkelkind erwartet.

Unweit der Gartenanlage am Mühleneck erholen sich Inga und Elgon Jensen an ihrem Wohnmobil auf dem Caravan-Parkplatz am Fischerdamm. Die beiden Dänen sind wohl am weitesten gereist, um die Ruhe an Parchims Elde zu genießen. "Seit zwölf Jahren machen wir nun schon Touren mit unserem Wohnmobil und nach Parchim sind wir jetzt schon zum zweiten Mal gekommen", erzählt Inga Jensen. An drei Tage wollen die Urlauber nun die Kreisstadt erkunden, deren alte Baustruktur ihnen besonders gefällt. "Einen Monat sind wir entlang der Ostsee unterwegs und werden nach Parchim in Wismar Halt machen", verrät die Dänin und fügt hinzu, dass sie sicher nicht zum letzten Mal in der Elde-Stadt zu Gast waren. "Hier lässt es sich wunderbar entspannen und die Nähe zum Wasser gefällt uns sehr", so Elgon Jensen. Damit steht der Däne nicht allein da, weiß auch Touristinfo-Leiterin Cornelia Przybylak. "Gerade von den Radtouristen weiß ich, dass sie sich nach einer langen Tour gerne ein schattiges Plätzchen am Wasser suchen. Auch der Wockersee ist bei unseren Gästen sehr beliebt", sagt sie.

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