WindKraft : Suckower Modell zahlt sich aus

Windpark Suckow. Im vergangenen Jahr gingen die Anlagen ans Netz.
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Windpark Suckow. Im vergangenen Jahr gingen die Anlagen ans Netz.

Windpark sichert Gemeinde durch Flächenmodell jährliche Pachteinnahmen von rund 100 000 Euro / Mehr Eigentümer profitieren

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10. März 2014, 16:34 Uhr

Großmundig hatten viele Windkraft-Investoren die Gemeinden vor Jahren mit sprudelnden Gewerbesteuern geködert. Doch zahlreiche Kommunen sahen seitdem kaum einen müden Cent.

Die Suckower wählen einen anderen Weg, damit die 13 neuen Windräder Geld in die Gemeindekasse spülen - über die Pachteinnahmen. Die Kommune gehört zu den Vorreitern im Land für ein sogenanntes Flächenmodell.

Bislang war es die Regel, dass nur der Eigentümer des Grundstücks, auf dem ein Windrad gebaut wurde, durch die Pacht mitverdient. Wer unmittelbar daneben seinen Acker hatte, ging leer aus. Die Suckower fassten hingegen ein ganzes Gebiet zusammen. Alle Eigentümer auf dieser Fläche erhalten ein Stück vom Kuchen - auch die Gemeinde. Fast 100 000 Euro Pacht fließen pro Jahr an die Kommune, erfuhr SVZ auf Nachfrage von Bürgermeister Jürgen Kühl.

Das in Suckow angewandte Flächenmodell wird auch vom Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern bei den Planungen neuer Windparks favorisiert. „Man versucht es überall umzusetzen“, erklärte Arp Fittschen, Leiter der kommunalen Beratungsstelle zur Energiewende beim Verband. Es biete sich insbesondere dort an, wo viele Eigentümer von kleineren Grundstücken sind.

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