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Parchimer Zeitung

18. Oktober 2017 | 13:24 Uhr

Parchim : Stinkefinger im Kreisverkehr

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Verkehrsführung in der Parchimer Leninstraße sorgt für Ärger. Wer im engen Kreisel fährt, riskiert sogar Pöbeleien anderer Autofahrer.

von
erstellt am 25.Jul.2016 | 05:00 Uhr

Ärger am Kreisverkehr in der Leninstraße in Parchim. Ein SVZ-Leser, der sich mit seinem Pkw an die Verkehrsführung hielt, wurde mitten in dem Kreisel von einem anderen Pkw überholt. Der andere Mann am Steuer fuhr einfach gerade über dieses Areal und zeigte unserem Leser nach dem Überholen auch noch den „Stinkefinger“. Das schilderte der Parchimer am heißen Draht unserer Zeitung.

Der Kreisverkehr Leninstraße scheint ohnehin ein Hohn, meint unser Leser. Regelmäßig beobachtet er, wie Busse und Fahrzeuge des Lieferverkehrs gerade über den Kreisel fahren. Es sei auch für große Laster und Busse unmöglich, der Fahrbahn zu folgen. SVZ-Beobachtungen vor Ort ergaben, dass auch etliche kleinere Fahrzeuge über die Mitte vom Kreisel rollen. Eigentlich ist dieser Parchimer Kreisverkehr viel zu eng gebaut.

Ist der Kreisel nicht überflüssig? Sollte hier nicht eine andere Lösung gefunden werden? Das fragte SVZ Bürgermeister Dirk Flörke.

„Der Kreisel ist damals gebaut worden, um in der Leninstraße auch zu einer Beruhigung des Verkehrs beizutragen. Ebenso war das flüssige Einbiegen auf die Straße ein Aspekt“, erklärte Flörke.

Letztlich sei jeder Autofahrer zur Einhaltung der Straßenverkehrsordnung (STVO) auch entsprechend der Verkehrsführung verpflichtet. Diesen fließenden Verkehr zu kontrollieren sei aber nicht Aufgabe der Stadt. Es sei zu kritisieren, wenn sich Autofahrer nicht an die Verkehrsführung halten, findet der Parchimer Bürgermeister. Eine bauliche Veränderung wäre mit Kosten verbunden, so Flörke. Es gebe eine „den Gesetzen entsprechende Straßenführung“. Hier wäre also abzuwägen, ob sich eine Veränderung wirtschaftlich darstellen lasse. „Ich sehe dies eher nicht, sondern muss vom Grundsatz ausgehen, dass die Teilnehmer am Verkehr sich an die entsprechenden Regelungen halten.“

Dies machen nicht alle, ist sich Flörke bewusst. Auch an anderen Stellen im Straßenverkehrs. Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung würden nicht in jedem Fall eine Veränderung des Straßenkörpers nach sich ziehen. Es sei doch eher so, dass man einen allgemeinen Zustand herstellt und dann Regelungen für diesen trifft, an den sich die Teilnehmer zu halten haben, gibt Flörke zu bedenken. „Alles andere wird ja nach STVO sanktioniert.“


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