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Parchimer Zeitung

24. September 2017 | 15:56 Uhr

Parchim : Steine auf Triebwagen geworfen

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Unbekannte attackieren einen Triebwagen der Odeg in Parchim.

von
erstellt am 10.Jul.2017 | 20:30 Uhr

Macht Hamburgs Randale Schule? Unbekannte bewarfen in der Nacht zu Montag in Parchim einen Triebwagen der Odeg, der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH, mit Steinen. Zum Glück hielt die Frontscheibe der Bahn.

Der Lokführer der Regionalbahn 68957 hatte aus Hagenow kommend gerade den Flughafen passiert. Kurz vor der Einfahrt in den Parchimer Bahnhof bemerkte er, dass sein Zug mit Steinen beworfen wurde. Zwei dunkel gekleidete Personen auf der Straßenbrücke Schwarzer Weg liefen davon.

„Einer dieser Steine traf die Frontscheibe des Triebfahrzeuges, konnte sie aber nicht durchschlagen, so dass niemand verletzt wurde“, sagt Frank Schmoll, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Rostock. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr aufgenommen und sucht Zeugen. Wer Hinweise zum Geschehen am Sonntag zwischen 23 Uhr und Mitternacht machen kann, ruft bitte 0381/2083 - 111 oder - 112 an. Darüber hinaus können Hinweise jederzeit über die kostenfreie Hotline der Bundespolizei Tel. 0800 6 888 000 oder jede andere Polizeidienststelle gegeben werden.

Bereits am Freitagabend hatte ein Elfjähriger auf der Bahnstrecke Parchim – Rehna für Ärger gesorgt. Der Junge hatte in Höhe Groß Brütz Gegenstände auf die Gleise gelegt. Vor Ort konnten die Beamten der Bundespolizei feststellen, dass an 16 verschiedenen Stellen Betonreste, Steine und Stahlseile auf den Schienenkopf gelegt und von einem Triebwagen der Odeg bereits überfahren wurden. Ersten Ermittlungen zufolge stammten die Gegenstände offensichtlich vom Gelände einer nahegelegenen Firma.

Nach Aussagen eines weiteren Lokführers wurde bekannt, dass seit dem 4. Juli in unterschiedlichen Zeitabständen immer wieder diverse Gegenstände (Steine und Stahlseile) auf die Schienenköpfe gelegt und durch Züge überfahren wurden. Zu Beschädigungen an den Zügen kam es nicht. Weitere Ermittlungen ergaben dann, dass es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 11-jährigen Feriengast aus Polen handeln soll, so die Aussage eines Zeugen. Die Bundespolizei hat auch hier die Ermittlungen aufgenommen.

Frank Schmoll. „Bei der Tat handelt es sich nicht um einen einfachen Ferienspaß. Aufgelegte Schottersteine können unter unglücklichen Umständen auch zum Entgleisen der Züge führen. Darüber hinaus entwickeln die Steine beim Überfahren eine erhebliche Streuwirkung und wirken wie Geschosse.“

 

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