Wahlergebnis : Stefan Sternberg ist neuer Landrat

Geschafft: Wahlsieger Stefan Sternberg (2.v.l.) und Landrat Rolf Christiansen(SPD) feiern mit Parteifreunden. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (r.) gehörte zu den ersten Gratulanten in Parchim.
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Landratswahl: Wahlparty der SPD in Parchim Foto: Volker Bohlmann

In der Stichwahl holte der SPD-Kandidat 63,1 Prozent und setzte sich somit gegen Klaus-Michael Glaser von der CDU durch

svz.de von
10. Juni 2018, 20:45 Uhr

Der zukünftige Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim heißt Stefan Sternberg. In der Stichwahl setzte sich der SPD-Politiker gestern Abend gegen seinen CDU-Kontrahenten Klaus-Michael Glaser mit 63,1 Prozent zu 36,9 Prozent durch.

Stefan Sternberg blickt so gebannt auf den großen Bildschirm, wie es sonst nur Fußball-Fans tun, deren Team in einem WM-Endspiel ins Elfmeterschießen muss. Bis zum WM-Finale sind es noch fünf Wochen hin, bis zur ersten Hochrechnung der Stichwahl nur noch ein paar Minuten. Sternberg gegen Glaser, so lautet das Duell an diesem Abend. Der Gewinner darf sich Landrat nennen und demnächst dem flächenmäßig zweitgrößten Landkreis Deutschlands vorstehen.

Geschlossene Gesellschaft. Die SPD will an diesem Tag unter sich bleiben, und auf der Hafenterrasse in Parchim ist es voll geworden. Jetzt sickern die ersten Ergebnisse per Handy durch. Die ersten knapp 80 Wahllokale seien ausgezählt. Sternberg: 66 Prozent. „Das Ding ist durch“, orakelt einer der Beobachter. Dann ist die erste offizielle Hochrechnung da. 66,5 Prozent für Sternberg. Mittlerweile ist auch Ministerpräsidentin und Sternbergs Partei-Freundin Manuela Schwesig eingetroffen. Sie hat einen Blumenstrauß mitgebracht. Einen aus Gummi. Aufgeblasen ist er riesig. „Wird ja auch ein riesiger Abend“, sagt einer der Gäste, beißt in eine Grillwurst und holt sich ein Bier.

Neue Hochrechnung. Zwei Prozent weniger für Stefan Sternberg. Das stört hier keinen, zu abstrakt scheint der Gedanke, dass bei den wenigen jetzt noch ausstehenden Wahllokalen Konkurrent Glaser noch entscheidend aufholen könnte. Nur die geringe Wahlbeteiligung von 23,4 Prozent, die stößt allen bitter auf. Die Auszählung ist fast vorbei. „Ich verabschiede mich kurz ins Landratsamt. Bin dann aber gleich zurück“, sagt Sternberg und grinst. Als er zurückkommt, strahlt er übers ganze Gesicht. Er ist der neue Landrat, mit seinen 34 Jahren der zweitjüngste in ganz Deutschland. Fünf Monate Wahlkampf sind beendet. Die Party kann beginnen.

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