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Kunst im Vorgarten : Staunen über Stolpes Kolosseum

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Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Alexander Gerner schuf in seinem Vorgarten einen einzigartigen Pavillon / Er sagt: „Die Religion heißt Kunst“

Stolpe „Was wird den hier für eine Religion praktiziert?“ Das fragen oft Passanten an der Gartenmauer, wenn sie über den außergewöhnlichen Pavillon bei Familie Gerner in Stolpe staunen. „Die Religion heißt Kunst“, erklärt der Schöpfer des besonderen Stücks Alexander Gerner. Er lebt mit seiner Familie gleich im Haus hinter dem Kunstwerk.

Die Familie, die vor vielen Jahren aus Russland nach Stolpe umgesiedelt war, ist viel gereist. Inspiriert für das Kunstwerk im Vorgarten hat den gelernten Berufskraftfahrer, der vor seiner Rente im Betonwerk Parchim arbeitete, das Kolosseum in Rom.

Der heute 65-Jährige interessiert sich sehr für Geschichte und auch für Geologie. So hat er in seinem   Kunstobjekt auch viele unterschiedliche Steine verarbeitet. Der älteste ist  drei Milliarden Jahre alt, berichtet Alexander Gerner. Die Steine wurden aus ganz Deutschland, aber teilweise auch aus Skandinavien zusammengetragen. Viele sind Urlaubsmitbringsel von den Reisen mit seiner Frau.

In die Mitte des einzigartigen Pavillons haben die Gerners einen Baum gepflanzt. Seine Krone soll einmal wie ein grünes Dach  Stolpes Kolosseum bedecken.

Bereits im Jahr 2005 hat Alexander Gerner mit dem Errichten des besonderen Pavillons begonnen. Seinerzeit hatte er Steine übrig  vom Bau seines Wintergartens. Jetzt steht der Pavillon kurz vor der Fertigstellung, sagt der Rentner, der ihn nach eigenen Worten nur zum Spaß errichtet hat. Aber vielleicht werde  daraus auch einmal eine Art Museum.

Das außergewöhnliche Kunstobjekt im Vorgarten scheint es jedenfalls bereits jetzt weit über Stolpes Grenzen zu Bekanntheit gebracht zu haben. So traf Alexander Gerner auf Holländer, die sich nach einer Tour durch Mecklenburg dunkel an ein Schloss in Stolpe erinnerten. „Da ist doch kein Schloss“, versicherte Gerner. Bis ihm klar wurde, dass das Kunstwerk in seinem Vorgarten gemeint war.

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erstellt am 07.Apr.2014 | 07:32 Uhr

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