Parchim : Stationsbetrieb am Sonnenberg

Hanne-Lore Hill hatte Spaß am Stationsbetrieb.
Hanne-Lore Hill hatte Spaß am Stationsbetrieb.

Diakonisches Seniorenpflegeheim gestaltet sportlichen Vormittag zum bundesweiten Tag der Pflege

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09. Mai 2018, 05:00 Uhr

„Tobias, was meinst Du, ob wir gewinnen?“ Hanne-Lore Hill hat an der Kegelstation gerade 15 Punkte gemacht. Die können sich sehen lassen. Sieben Stationen fahren sie und ihr „Teamkollege“ von der Pflegedienstleitung Tobias Brardt noch ab, dann wird es sich zeigen.

Die Konkurrenz ist groß. Im Verkehrsgarten der Weststadt haben die zehn Betreuungskräfte vom „Haus Sonnenberg“, des Seniorenpflegeheims des Diakoniewerks Kloster Dobbertin, sportliche Stationen aufgebaut. Ringewerfen, Korbwerfen, Luftballonschießen… Viele Bewohner sind gekommen, haben Teams gebildet und freuen sich über den ganz besonderen Vormittag im auch sonst sehr abwechslungsreich gestalteten Heimalltag. Der fügt sich ein in den bundesweiten diakonischen Aktionstag der Pflege. Einrichtungsleiterin Astrid Bräuer freut sich über die große Resonanz, freut sich, dass viele der alten Leute gekommen sind. „Das zeigt doch, dass sie sich wohlfühlen hier bei uns.“ Das ist Stichwort für Ursel Storm. Vor acht Jahren kam sie nach Parchim, lebte erst in der Wohnanlage der Diakonie, bevor sie dann ins Heim übersiedelte. „Ganz ehrlich, ich bin so froh, dass meine Tochter mich hier untergebracht hat. Hier ist es prima und immer was los.“ Den Stationsbetrieb will sie nicht absolvieren. Aber sie schaut ihn sich vom einer Bank am Rande aus an wie ein Länderspiel.

Ob Hanne-Lore Hill und ihr Pfleger Tobias den kleinen Wettkampf am Ende wirklich für sich entscheiden konnten, wissen wir nicht. Doch sicher ist, dass der Vormittag der rüstigen Rollstuhlfahrerin und den anderen Heimbewohnern Spaß machte.

„Für uns war es überdies die Gelegenheit, auf unsere Einrichtung aufmerksam zu machen, zu zeigen, dass Pflege auch anders geht und Spaß machen kann“, sagt Astrid Bräuer. Die Einrichtung des Diakoniewerk nutzt die Öffentlichkeit an Tagen wie diesen auch, um Arbeitskräfte zu gewinnen, „vor allem auch examinierte Kräfte“, sagt Astrid Bräuer. „Und zum Ausbildungsstart am 1. September suchen wir auch junge Leute, die sich für Pflegeberufe interessieren. Melden können sie sich bei mir.“

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