zur Navigation springen

Touristen-Info wirbt mit sympathischem Image : Stadttourismus in Parchim kommt auf den Hund

vom

Die Chancen, den Stadttourismus zu beleben, stehen gut. Denn die Touristen-Info wirbt mit einem sympathischem Image. In Parchim sind auch Urlauber, die mit einem Hund anreisen, herzlich willkommen.

svz.de von
erstellt am 21.Feb.2013 | 10:04 Uhr

Parchim | "Wir liegen zwar nicht an der Ostseeküste oder der Mecklenburgischen Seenplatte, aber sind insbesondere für Tagesgäste durchaus ein lohnendes Ziel", meint Cornelia Przybylak, Leiterin der Parchimer Stadtinformation. Sie hat mit Urlaubern, die in der Kreisstadt auf der Suche nach interessanten Ausflugszielen sind, oftmals den ersten Kontakt. Und da liegt mitunter das Problem. "Wir haben in den zurückliegenden Jahren viel in die Beschilderung investiert. Doch leider beklagen auswärtige Gäste häufig, dass es nach wie vor schwierig ist, die Wege in die Stadt zu finden", berichtet die Tourismusexpertin. Dabei gebe es in der Region durchaus Beispiele wie es besser funktioniert. "Wer nach Lübz mit dem Auto fährt, wird schnell bemerken, dass es dort leicht erfassbare Wegweiser zu den Tourismuszielen in der Altstadt gibt", meint Cornelia Przybylak.

Es bleibt eine Herausforderung, in Parchim einen "Ganzjahres-Tourismus" zu etablieren. "Wir werben mit dem sympathischen Image einer Kleinstadt. Das beginnt mit der freundlichen Begrüßung der Gäste bis hin zu kulturellen Angeboten, die auswärtige Besucher zu einer Reise nach Parchim animieren sollen", betont die Chefin der Stadtinfo. Auch wenn es schwer messbar sei, ob der Schwung der Bundesgartenschau 2009 - die auch Parchim als einem der Außenstandorte einen deutlichen Zuwachs an Gästen gebracht hat - nachwirkt, gibt es erfreuliche Zahlen. Im Vorjahr konnten beispielsweise die ehrenamtlichen Gästeführer des Heimatbundes erneut mehr als tausend Teilnehmer bei ihren Touren durch die Altstadt begrüßen. "Das spricht für die Qualität dieses Angebotes. Denn neben vielen Besuchern, die Parchim erstmals kennen lernen wollen, nutzen auch Einheimische die Chance, ihre Heimatstadt aus anderer Sicht zu erleben", freut sich Cornelia Przybylak. Auch in diesem Jahr werden die Stadtführungen insbesondere in der Hauptsaison einmal in der Woche stattfinden. Schon an diesem Wochenende sind Besucher und Parchimer herzlich eingeladen, anlässlich des internationalen Gästeführertages an einer Stadttour mit Mitgliedern des Heimatbundes teilzunehmen. Treffpunkt ist dafür am Sonnabend um 10 Uhr am Moltkedenkmal.

Nicht zu übersehen ist auch in Parchim, dass immer mehr Touristen mit dem Rad als Durchreisende kommen. "Auch wenn wichtige Radwege wie zum Beispiel von Spornitz nach Parchim oder weiter nach Rom noch immer fehlen, haben sich in der Kreisstadt die Bedingungen für die Pedalritter stetig verbessert. Das wird von den Fahrradtouristen durchaus honoriert", ist sich Cornelia Przybylak sicher. Inzwischen haben sich auch Anbieter von Quartieren darauf eingestellt. "Eine weitere Chance zur Belebung des Stadttourismus sind Angebote für Gäste, die mit ihrem Hund auf Reisen gehen wollen. Da gibt es aber noch Nachholebedarf", meint die Expertin. Längst nicht überall gilt bisher "Auch ihr Vierbeiner ist herzlich willkommen!". Gastronomen, Hoteliers und Ferienwohnungsvermieter haben vielerorts den Trend erkannt und umwerben aktiv dieses spezielle Klientel.

Obwohl es in diesem Jahr in Parchim keinen herausragenden Höhepunkt geben wird, sieht Cornelia Przybylak der bevorstehenden Tourismussaison zuversichtlich entgegen. "Stadtfest, Sommermuseum, Beachparty, Picknickkonzert und natürlich der Martinimarkt sind auch für auswärtige Besucher interessant. Hinzu kommt das kulturelle Angebot in den Kirchen und der Stadthalle", sagt die Info-Chefin. Ein Wermutstropfen für den Stadttourismus könnten allerdings die innerstädtischen Bauarbeiten beispielsweise in der Blutstraße und am Schuhmarkt werden. "Doch damit müssen wir leben und Besuchern die schönen Seiten der Stadt anpreisen."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen