Parchim : Stadt will „Brook“ zweiteilen

Baurecht muss her: Wobau möchte baulichen Missstand beseitigen und favorisiert Mietwohnungsbau auf der Fläche

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14. Februar 2019, 05:00 Uhr

Schon lange ist der Stadt der städtebauliche Missstand im Sanierungsgebiet „Altstadt Parchim – Westliche Erweiterung“ ein Dorn im Auge. Um den zu beheben und gleichzeitig Flächen für die Wohnbebauung zu schaffen, hatte die Stadtvertretung bereits im April 2009 die Aufstellung eines Bebauungsplanes für diesen Bereich beschlossen. Jahre ist das her. Und das Verfahren gestaltet sich nach wie vor schwierig. Aus diesem Grund soll der „B-Plan Brook“ nun geteilt werden. Wenn die Stadtvertretung in ihrer Märzsitzung grünes Licht gibt, wird es künftig „Brook I“ und „Brook II“ geben. Die Stadt spricht von zwei Geltungsbereichen.

„Wir brauchen eine geordnete städtebauliche Entwicklung und müssen deshalb zusehen, dass wir in der Sache weiterkommen“, sagte Bauamtsleiter Frank Schmidt am Dienstagabend in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses. Im Zuge des Bauleitplanverfahrens seien jetzt die Anregungen und Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zurückgekommen. Und danach bestehe für den südlichen Teil (dann Brook II) noch größerer Abstimmungsbedarf, der die B-Planung für das gesamte Gebiet weiter verzögern würde.

Wenn die Veränderung der Geltungsbereiche eine Parlaments-Mehrheit findet, werden die Planungsunterlagen anschließend vier Wochen zu jedermanns Einsicht ausgelegt. Schmidt rechnet allerdings damit, dass der B-Plan nicht mehr vor der Sommerpause beschlossen werden kann. Rücklauf, Auswertung und Einarbeitung aller Anregungen und Bedenken brauchen ihre Zeit. „Wenn allerdings das Planverfahren glatt durchläuft, könnte die neu gewählte Stadtvertretung, die voraussichtlich am 25. September erstmals tagt, die Vorlage auf dem Tisch haben.“

Im Bereich des Bebauungsplans „Auf dem Brook I“ ist überwiegend die Wobau Parchim GmbH Eigentümerin der Flächen. Stadt und kommunale Wohnungsbauverwaltung haben großes Interesse, hier Baurecht für die Errichtung von Wohngebäuden zu schaffen und gleichzeitig den baulichen Missstand zu beseitigen. Die derzeitigen Planungen sehen vor, direkt an der Elde einen öffentlich zugängigen Grünstreifen zu belassen. Daran würden sich drei Grundstücke zur Eigenheimbebauung anschließen. Im zur Straße gelegenen Teil favorisiert die Wobau zwei- und dreigeschossigen Mietwohnungsbau.

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