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Parchimer Zeitung

12. Dezember 2017 | 15:22 Uhr

Parchim : Stadt macht neues Bauland klar

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Regimentsvorstadt rückt als neuer Eigenheimstandort in den Fokus. B-Plan Verfahren an Schweriner Straße läuft an

von
erstellt am 09.Jul.2016 | 07:12 Uhr

30 Hektar zusammenhängende Brachfläche in Eldenähe sowie an den angrenzenden Eldewiesen. Das ist ein einmaliges Potenzial in Parchim, auf das die Stadt künftig im wahrsten Sinne des Wortes bauen will. Die Regimentsvorstadt steht bei der zeitnahen Gewinnung von Land zur Wohnbebauung im unmittelbaren Fokus der Stadtverwaltung.

Diese gibt Gas in Sachen Baulandgewinnung. Im Rathaus hat man das Thema kommunale Baulandstrategie ganz oben auf die Agenda gesetzt. Ziel sei es, kontinuierlich und nachhaltig Wohnbauland für breite Schichten der Bevölkerung anzubieten, um Abwanderungstendenzen von jungen Menschen und Familien entgegenzuwirken, weiche Standortfaktoren im Hinblick auf Unternehmens- und Fachkräfteansiedlung zu schaffen und damit die Attraktivität der Kreisstadt zu stärken. Das machte Bürgermeister Dirk Flörke in dieser Woche auf der Stadtvertretersitzung deutlich. Dann ging er in seinem Bericht ausführlich darauf ein, wie dieser Anspruch umgesetzt werden soll. Im Kern geht es dabei um die Mobilisierung neuer Flächen sowie die Reaktivierung von Baulücken.

Der Regimentsvorstadt als Übergang zwischen historischer Altstadt und Weststadt wird dabei im Kontext der Stadtentwicklungspolitik eine besondere Funktion zugeschrieben. Im ersten Schritt soll für dieses Areal ein städtebaulicher Strukturplan als Leitbild erstellt, dann ein Bauleitverfahren durchgeführt werden, um die erforderliche Fläche für Wohnbauland planungsrechtlich zu sichern und verfügbar zu machen. Läuft alles optimal, könnte das bis Ende 2017 der Fall sein, gibt sich Flörke optimistisch. In diesem Zusammenhang muss dann auch eine endgültige Entscheidung über den Standort des Festplatzes fallen, welcher in diesem Bereich ursprünglich vorgesehen war. Parallel dazu treibt die Stadt das Umlegungsverfahren im B-Plan-Gebiet am Illekrietweg voran. Außerdem wird der B-Plan noch einmal modifiziert: Ziel des Änderungsverfahrens ist die Schaffung von zusätzlichen Bauflächen für die Errichtung von Eigenheimen auf den bisher als Gewerbeflächen ausgewiesenen Grundstücken. Zügig will die Stadt auch planungsrechtliche Voraussetzungen für einen Baustart an der Schweriner Chaussee schaffen, nachdem die Stadtvertreter in dieser Woche den Aufstellungsbeschluss für den B-Plan fassten. Der Eigentümer der Fläche der ehemaligen Kleingartenanlage möchte dort straßenbegleitend bis zu zehn Eigenheime errichten. Mit der Wobau im Bunde ist die Stadt Auf dem Brook: „Die attraktive Lage am Rande der Innenstadt mit einer hervorragenden landschaftlichen Einbindung in den städtischen Freiraum wird es möglich machen, einen qualitätsvollen Standort für neue zeitgemäße Wohnformen in modernen Baukörpern herzurichten“, ist sich der Rathauschef sicher. Angestrebt wird auf der 2,2 Hektar großen innerstädtischen Fläche eine Mischung aus individuellem Wohnungsbau und Mietwohnungsbau.

Ganz klar dominiert in der Vorstellung der Bauwilligen das freistehende Einfamilienhaus, das vollständig umrundet werden kann und genügend Platz für das eigene Fahrzeug bietet. Die Stadt hält aber auch weiterhin an der Reaktivierung von Baulücken fest. Dazu wurde für Interessenten als Informations- und Entscheidungshilfe ein Baulückenkataster angelegt, das unter www.parchim.de einsehbar ist. Derzeit kann die Stadt 33 verfügbare Lücken aus ihrem Eigentum vermarkten, zwei Baugrundstücke wurden inzwischen verkauft. Aktuell gibt es in der Stadt 160 Baulücken, 85 davon befinden sich in der Altstadt.

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