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Parchimer Zeitung

23. November 2017 | 14:25 Uhr

Parchim : Sozialticket muss warten

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Ausschuss vertagt Beschlussempfehlung: Es besteht noch Gesprächsbedarf

Das Sozialticket für den öffentlichen Personennahverkehr muss warten. Angesichts der aktuellen Planungen für einen Verkehrsverbund des Landkreises Ludwigslust-Parchim mit Schwerin und Nordwestmecklenburg und einer Neuberechnung der Tarife sei ein in diese Richtung gehender Beschluss zu früh, argumentierte Barbara Borchardt (Die Linke). Außerdem seien noch Abstimmungsgespräche mit der Verkehrsgesellschaft des Landkreises (VLP) und dem Finanzausschuss des Kreistags zu führen. Die Vorsitzende im Ausschuss Soziales, Familie und Gesundheit setzte durch, dass deshalb eine Beschlussempfehlung vertagt wurde.

Die Fraktion Die Linke hatte beantragt, für Bezieher von Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Wohngeld, BaföG, Berufsausbildungsbeihilfe und für Asylbewerber und Flüchtlinge mit Aufenthaltsstatus und Duldung ein vergünstigtes Ticket für den öffentlichen Personennahverkehr einzuführen.

Harald Haase als Leiter des Fachdienstes Soziales der Kreisverwaltung gab zu bedenken, dass allein der beantragte Personenkreis mehr als 30 000 Menschen umfasse. „Was ist außerdem mit Rentnern oder von Rundfunkgebühren Befreiten?“ Unter dieser Maßgabe sei eine vernünftige Kalkulation der Verkehrstarife kaum mehr möglich. „Ein Busbetrieb rechnet sich dann nicht mehr.“ Über die Einführung eines Schülertickets diskutiert der Kreistag am Donnerstag.

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