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Parchimer Zeitung

24. Oktober 2017 | 13:43 Uhr

Naturschutz : Sorge um unsere blauen Augen

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Naturschützer beobachtet das Verschwinden von Söllen / 5572 Kleingewässer bis zu einer Größe von einem Hektar im Landkreis

von
erstellt am 25.Apr.2014 | 15:13 Uhr

Erblinden Mecklenburgs blaue Augen? Ein Naturfreund schilderte unserer Zeitung seine Beobachtungen zum Schrumpfen von Wasserlöchern auf einigen Ackerflächen südlich der Autobahn im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

„Die Sölle verschwinden immer mehr aus der Agrarlandschaft“, sagt der Mann. Nach seinen Beobachtungen zieht sich der Prozess oft über Jahre. Immer dichter rücken auf manchen Feldern die Pflüge an die Rand der Wasserlöcher. Die umgebende Vegetation samt Gehölzen ist eines Tages weg. Und irgendwann ist nichts mehr übrig von dem kleinen Gewässer. Zumal dieses aufwendig mit einem Abfluss und einem Rohrleitungssystem ausgestattet wurde. Das Wasser läuft nach unten ab und in Richtung von Kanälen in der Umgebung.

Der Naturfreund zeigte SVZ dafür einige problematische Beispiele auf Feldern, wo die blauen Augen kleiner geworden und teilweise ganz erblindet sind. Ein klarer Verstoß gegen das Naturschutzgesetz, sagt der Mann. Er hat den Eindruck, dass sich die Behörden nicht darum kümmern, obgleich die Veränderungen n durch den Vergleich von Luftbildern von vor 15 Jahren und von heute offensichtlich würden.

Wegen zerstörter Sölle habe es es beim Landkreis seit Jahren keine Anzeigen gegeben, erklärte Bernd Wegener aus der Umweltbehörde des Kreises Ludwigslust-Parchim auf Nachfrage unserer Zeitung. Negativ auf die Kleingewässer habe sich die Flurmelioration zu DDR-Zeiten ausgewirkt. Damals war es politische Zielstellung, die Landwirtschaft zu intensivieren und mit großen Maschinen auf großen Flächen zu arbeiten.

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