Raumausstatter : Sorge um Nachwuchs für die Zunft

Projekttag am Donnerstag an der Berufsschule für Hannes Nitschke (l.) und andere Auszubildende. Daneben Karsten Ebel und Markus Beckmann, zwei Mitglieder der Prüfungskommission für die Auszubildenden.
Projekttag am Donnerstag an der Berufsschule für Hannes Nitschke (l.) und andere Auszubildende. Daneben Karsten Ebel und Markus Beckmann, zwei Mitglieder der Prüfungskommission für die Auszubildenden.

Landesklasse der Raumausstatter und Polsterer in Parchim soll geschlossen werden / Handwerker fürchten im ihre Auszubildenden

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18. Juni 2015, 15:55 Uhr

Sorge um die Ausbildung in einer ganzen Zunft in Mecklenburg-Vorpommern – die Raumausstatter. Die einzige Berufsschulausbildung im Bundesland – in Parchim – soll geschlossen werden. Die neuen Lehrlinge, die ab 1. September erwartet werden, sollen bereits in einem anderen Bundesland unterrichtet werden.

Die Neuordnung der beruflichen Bildung, die das Kultusministerium erst vor einigen Tagen bekannt gab, traf die Branche wie ein Schlag. Seit Mai weiß der Parchimer Berufsschullehrer Manfred Karger, dass das Bildungsministerium eine Umstrukturierung plant. Entsetzt ist er, dass es die Raumausstatter trifft – eine Berufsgruppe mit Tradition, die schon seit Generationen in Parchim ausgebildet wird. „Was passiert mit den neuen Auszubildenden?“ fragt sich Karger. Nach Parchim kommen ausschließlich Lehrlinge aus Mecklenburg-Vorpommern. Zwischen fünf und zwölf sind es derzeit pro Lehrjahr in der Landesklasse der Polsterer, Raumausstatter und Bodenleger. Die Ausbildungsberufe wurden zusammengelegt, um den Klassen eine Zukunft zu geben.

Wenn die Entscheidung des Ministeriums nach der Größe der Klassen fiel, gebe es auch andere Wege, das Problem zu lösen, meint Karsten Ebel, Obermeister der Raumausstatter-Innung aus Ludwigslust. Man könnte die Raumausstatter mit der Malerklasse zusammenlegen. Doch das Schlimme sei: Die Vertreter der Zunft seien im Vorfeld der Entscheidung nicht gefragt worden. Und jetzt hatten sie bei einer Anhörung gerade zwei Tage Zeit, um sich zu äußern.

Die Zunft befürchtet schlimme Auswirkungen durch die Schließung der Raumausstatter-Klasse. Auszubildende müssen viel weitere Weg in Kauf nehmen, höhere Kosten tragen.

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