Parchim : Sonntagsbummel in der Innenstadt

Marita Widdecke (l.) und Roswitha Donadt führen das Traditionsfachgeschäft Lederwaren Brasch.
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Marita Widdecke (l.) und Roswitha Donadt führen das Traditionsfachgeschäft Lederwaren Brasch.

Verein der Parchimer Altstadthändler lädt am 9. April von 14 bis 18 Uhr ins frühlingshafte Zentrum ein. Etwa 30 Geschäfte geöffnet.

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07. April 2017, 05:00 Uhr

Der Verein der Altstadthändler lädt diesen Sonntag zur besten Kaffeezeit zu einem vorösterlichen Spaziergang durch Parchims frühlingshafte Innenstadt ein. Die Wetterfrösche prophezeien Sonne satt, wie gemacht, um sich ganz entspannt mit Kind und Kegel auf den Weg ins Freie zu machen und nebenbei nach dem ein oder anderen Geschenk fürs Osternest Ausschau zu halten. Ab 14 Uhr sind an diesem Sonntagnachmittag vier Stunden lang zahlreiche Ladentüren geöffnet. Wer aufmerksam in die Schaufenster guckt, kann beim Osterquiz sogar zum Glückspilz werden. Die Jüngsten bekommen die Gelegenheit, in der Langen Straße auf dem Kinderflohmarkt Umsätze zu machen.

Mit dieser Frühlingsofferte startet der noch junge Verein der Parchimer Altstadthändler seine erste eigene Marketingaktion. Im November vergangenen Jahres schlossen sich im Zentrum ansässige Einzelhändler und Gewerbetreibende zusammen mit dem Anspruch, frei nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ das Renommee der Innenstadt als Einzelhandelsstandort zu stärken (SVZ berichtete). Am Sonntag locken 30 Geschäfte verschiedenster Branchen mit offenen Ladentüren, darunter auch das Fachgeschäft Lederwaren Brasch, das im Parchimer Einzelhandel zu den traditionsreichsten gehört: Es wurde am 1. Dezember 1940 als selbstständiger Gewerbebetrieb u. a. für Seilerei-, Korb- und Lederwaren gegründet. Seit nunmehr neun Jahren liegen die Geschicke des Unternehmens in der Lindenstraße in den Händen von Roswitha Donadt und Marita Widdecke. Nur einen Katzensprung entfernt in der Blutstraße hält auch Thomas Hoffmann die Flagge des Einzelhandels hoch: Vom Samenkorn bis zum Rasenmäher hat der Parchimer alles im Sortiment, was nicht nur das Herz des Kleingärtners höher schlagen lässt. „Und was nicht im Lager ist, ist auf Bestellung innerhalb von 24 bis 36 Stunden da“, sagt der Geschäftsmann, der nach der Wende den Sprung in die berufliche Selbstständigkeit wagte, in dem er 1991 das früher vom Konsum betriebene Geschäft privatisierte. Mut zu Neuem bewies vor noch nicht einmal einem Jahr Karoline Herrmann: Die Parchimerin machte im August 2016 in der Langen Straße unter dem Label „majestätisch“ ihr kreatives Hobby, das Nähen, zum Beruf. Ihr Stoffreservoire ist mittlerweile von anfangs ca. 100 auf gut 400 verschiedene Bahnen angewachsen und bietet Auswahl ohne Ende. In dem mit viel Liebe hergerichteten Lädchen ist immer was los - nicht nur bei den regelmäßigen Nähkursen. In dieser Woche begleitete z. B. Silke Hildebrandt ihre 15-jährige Tochter Julia, die sich dort unter professioneller Anleitung ein schickes Sommerteilchen selbst fertigte. „Man macht mal wieder was zusammen“, genoss Silke Hildebrandt den Ausflug zu „majestätisch“.

Dass die Leute am 9. April nachmittags einen Schlenker in die Innenstadt machen und sie bewusst wahrnehmen – das wünschen sich Geschäftsleute wie Karoline Herrmann, Roswitha Donadt und Marita Widdecke, Thomas Hoffmann ebenso wie Kerstin Waschner und Christine Meyer (CeKa) und all die anderen Mitwirkenden dieser Frühlings-Vereinsaktion.

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