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Parchim : Sogar bei Tauchern gibt es freie Jobs

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Suche nach Fachkräften spitzt sich in der Parchimer Region weiter zu

von
erstellt am 04.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Die Suche nach Fachkräften spitzt sich in der Parchimer Region weiter zu. Die Chefin der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur Cornelia Behnisch sprach gestern beim Rückblick auf das vergangene Jahr von einem zum Teil erheblichen Bedarf an Arbeitskräften. „Das reicht von einfachen Helfer- und Anlerntätigkeiten über Fachkräfte bis hin zu Ingenieuren“, so Behnisch.

Großer Bedarf ist bei den Transportunternehmen, da hier auch der demografische Wandel seine Spuren aufzeigt. Viele Arbeitnehmer gehen in die Rente. Auch wenn die Nachfrage nach Jobs in der Region relativ hoch ist, werden freie Stellen bei Transportfirmen, die nicht überregional fahren, nur schwer besetzt. Den Zuwachs begründen die Arbeitsmarktexperten unter anderem auch mit dem Ansteigen des Online-Handels, denn zum einen wird immer mehr beim Verbraucher angeliefert und zum anderen erfordert auch der Rückversand der Retourpakete Arbeitskräfte.

„Vom Bauhelfer bis zum ausgelernten Facharbeiter wird fast alles benötigt“, sagte Behnisch und verwies auf ein Beispiel bei der Parchimer Taucherfirma Tai - Tech. Deren Geschäftsführer Christian Hinkerohe benötigt Helfer, die den Fachkräften, wie den Tauchern, zur Hand gehen. „Helfen beim Anziehen der Tauchausrüstung und dergleichen gehört zu den Aufgaben, aber es gibt kaum Interessenten“, so Behnisch. Dieser Mangel trifft auch auf das Bauhaupt- und Baunebengewerk zu, denn auch hier wird vom Helfer bis zum Maurer alles gesucht.

Gut werden die Sprachkurse für Ausländer genutzt. Die Arbeitsagentur bietet im Zusammenwirken mit anderen Einrichtungen wie der Deutschen Angestelltenakademie (DAA) und der Volkshochschule sowie der WBS Training AG Deutschkurse an.

Im gesamten Landkreis Ludwigslust-Parchim sind 7151 Frauen und Männer arbeitslos, davon kommen 389 (5,44 Prozent) aus anderen Staaten. Um deren berufliche Qualifikation anerkennen zu können, bedarf es Weiterbildungsangebote und damit verbunden die deutsche Sprache. „Wir können feststellen, dass diese Erkenntnis, die deutsche Sprache zu beherrschen, immer mehr um sich greift. Viele Menschen, die bereits seit vielen Jahren in Deutschland leben und mit der aktuellen Flüchtlingsproblematik nichts zu tun haben, nutzen immer mehr die Sprachkurse“, so Cornelia Behnisch .

Parchim hat mit 8,2 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote in unserer Region, Lübz verzeichnet 9,4 Prozent und Sternberg 10 Prozent im Jahresdurchschnitt 2016. Für das neue Jahr erhoffen sich die Agentur-Mitarbeiter ein weiteres Absenken dieser Zahlen, denn „nennenswerte Schließungen größerer Einrichtungen und Betriebe werden nicht erwartet, allerdings gibt es auch wenig Hoffnung auf Neuansiedlungen von Firmen“, so die Arbeitsagentur.

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