Parchimer Adventsmarkt : So viel Heimeligkeit im Advent

Pünktlich zum Fest halten die Siggelkower Landfrauen ihr druckfrisches Kochbuch in Händen. Wir stellen es demnächst vor.
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Pünktlich zum Fest halten die Siggelkower Landfrauen ihr druckfrisches Kochbuch in Händen. Wir stellen es demnächst vor.

Zum 12. Mal vorweihnachtliches Markttreiben in und um St. Marien und Parchims Zinnhaus

svz.de von
08. Dezember 2013, 17:53 Uhr

Noch am Tag zuvor hatte der Orkan „Xaver“ hier alles fest in seinem stürmischen Griff, doch am Samstagmorgen schien sich schon niemand in Parchims Altstadt mehr an die Widrigkeiten erinnern zu wollen angesichts der handgemachten Idylle rund um die St. Marien-Kirche und das altehrwürdige Zinnhaus. Bereits zum 12. Mal hatten Gemeindeglieder und befreundete Persönlichkeiten sowie Vereine und Unternehmen aus Parchim und Umgebung diesen heimeligen Adventsmarkt für den guten Zweck organisiert.

Ganz handfeste Hilfe bekamen die rührigen Ehrenamtler diesmal vom Jugendförderverein Parchim-Lübz, dessen kundige „Holzwürmer“ der Aus- und Weiterbildungswerkstatt Schwerin-Süd kurzfristig für die anderweitig gebundenen städtischen Mitarbeiter einsprangen, um die „Buden“ aufzubauen. Natürlich ließen sie es sich auch nicht nehmen, in Form origineller Holzspielzeuge, Gartenhelfer oder Vogelfutterhäuschen von ihrem handwerklichen Geschick zu künden, welches die Jugendlichen z.B. unter den „Fittichen“ von Teamleiter Christian Schäfer erwerben.

Erster Höhepunkt des Adventsmarkt-Sonnabends war zweifellos das halbstündige Chorkonzert des Friedrich-Franz Gymnasiums vor andächtigem Publikum. Jung und Alt füllten den zwischen zahlreichen Ausstellungen übrigen Platz in der Kirche so aus, dass man kaum mehr etwas fallen lassen konnte. Unter denen, die den mehr als 50 jungen Sängerinnen und Sängern unter Leitung von Grit Stark begeistert lauschten, waren auch ehemalige Chorsängerinnen „auf Kurzurlaub“ von Studium bzw. Freiwilligem Sozialen Jahr.

Als die meisten Besucher die Kirche nach diesem ersten stündlichen Gastspiel vorübergehend verlassen hatten, kamen endlich auch die Mitglieder des Parchimer Heimatbunds dazu, aktuelle Literatur zur Stadtgeschichte, darunter die neueste Heimatheftausgabe „Pütt 2013“ vorzustellen. Auch weihnachtliche Keramik, Selbstgestricktes und andere Handarbeiten fanden regen Zuspruch.

Draußen schließlich hatten die Adventsmarktgäste die Qual der Wahl zwischen allerlei regionalen Verlockungen der süßen (z.B. Mutzen) oder auch deftigen Art (fleischgefülltes Mutzenbrot etc.). Auch der eine oder andere wärmende Schluck (mit und ohne Schuss) war zu haben etwa an den traditionellen Marktständen der heimischen Service-Clubs (Glühwein), bei der AG Junge Imker (Met) oder dem katholischen Alten- und Pflegeheim St. Nikolaus (Apfelpunsch).

Die Siggelkower Landfrauen schließlich warteten obendrein mit einem „brandheißen“ Tipp als Weihnachtsgeschenk auf, denn sie hatten druckfrisch die allerersten Exemplare ihres „Parchimer Landfrauen-Kochbuchs“ dabei (wir berichten noch ausführlich).

Wenige Schritte stadteinwärts kamen dann vor allem die jüngsten Adventsmarkt-Besucher im urgemütlichen Zinnhaus auf ihre Kosten u.a. beim eigenhändigen „Backen“ und zuckersüß Dekorieren von Pfefferkuchenhäuschen im Erdgeschoß oder originellen Weihnachtsbasteleien unter Anleitung hoch oben auf dem sogenannten Hoffmannboden des lebendigen Stadtgeschichtsdenkmals.

Für Mitorganisatoren wie Inge-Lore Mulsow und Heinrich Möller von der Kirchgemeinde oder Birgit Naxer vom Zusammen-in-Parchim-Büro (ZIP) und ihre rührigen MitstreiterInnen waren solche Erlebnisse inspirierend und ermutigend „wie Lichterglanz und Herzenswärme“. Davon gab es auf dem heimeligen 12. Parchimer Adventsmarkt in der Tat jede Menge und zwar kostenlos zumeist. Wenn mal doch ein bescheidener Obolus gefragt war, kommt er stets guten Zwecken zu Gute, wie beispielsweise den dringenden Sanierungsprojekten des Baufördervereins St. Marien.


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