Alt Damerow : So ging man früher ins Strandbad

Ach das waren noch Zeiten: Die Modegruppe „Drüber und Drunter“ startete ihre Schau mit Bademode aus dem vorigen Jahrhundert.  Fotos: Christiane Großmann
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Ach das waren noch Zeiten: Die Modegruppe „Drüber und Drunter“ startete ihre Schau mit Bademode aus dem vorigen Jahrhundert. Fotos: Christiane Großmann

Muttertag auf dem Pingelhof: Modegruppe „Drüber und Drunter“ aus Friedrichsruhe präsentierte Schickes aus dem vorigen Jahrhundert

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13. Mai 2018, 21:00 Uhr

Um die 20 Grad erwärmten gestern bereits zur späten Vormittagsstunde die Herzen der Besucher auf dem Pingelhof in Alt Damerow und ließen Vorfreude auf Sonne, Sand und Meer aufkommen. Die Models der Gruppe „Drüber und Drunter“ unter dem Dach das Kultur- und Sportvereins Friedrichsruhe genossen die Wohlfühltemperaturen ebenfalls in vollen Zügen: Sie haben sich seit mehr als zehn Jahren mit Haut und Haar der Mode aus dem vorigen Jahrhundert verschrieben. Einen winzigen Einblick in den umfassenden Fundus präsentierten die Frauen gestern herzallerliebst unter freiem Himmel. Was waren das noch für Zeiten in den 1920er- oder 1950er-Jahren, als man sich am Strandbad kleidungstechnich ziemlich bedeckt hielt...

Auf dem Museumsanwesen in Alt Damerow herrschte gestern Hochbetrieb. Der Muttertag ist alle Jahre wieder ein fest gesetzter Termin. Und weil die Saisoneröffnung am Ostersonntag wegen Eis und Schnee regelrecht ins Wasser fiel, wurde der offizielle Start ins neue Freilichtmuseumsjahr gestern einfach nachgeholt. Der Trubel auf dem Hof war auch nach dem Geschmack von Thorsten Noack. Gemeinsam mit seiner Frau Marion betreibt er in Gerdshagen eine Berufsimkerei. Das dritte Jahr erhält er die Möglichkeit, seine Produkte von Honig über Kosmetik bis hin zu Geschenkartikeln und selbst hergestelltem Bärenfang bei Veranstaltungen auf dem Pingelhof feilzubieten. Als waschechter Mecklenburger – seine Wiege stand in Wismar – kann Thorsten Noack der Museumsanlange mit den reetgedeckten Häusern eine Menge abgewinnen. Er liebe die plattdeutsche Sprache und pflege sie, obwohl er mittlerweile seit 30 Jahren in Brandenburg wohnt.

Mecklenburger Platt wurde gestern auch auf den Brettern, die die Welt bedeuten, gesprochen: Das jüngste Stück der Pingelhof-Späldeel aus der Feder von Lotti Jenßen aus Parchim feierte Premiere. Horst und Magdalena Warncke gefiel die Aufführung wieder sehr. Das Ehepaar aus Klinken zieht es regelmäßig nach Alt Damerow „Wir haben sogar Verwandte in Thüringen, die extra wegen des Pingelhofes zu Besuch kommen“, verrät Horst Warncke.

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