Gleich vier Jubiläen : Slate feiert mit lettischer Schwester

Schön anzusehen: der Auftritt der lettischen Tanzgruppe „Laude“.
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Schön anzusehen: der Auftritt der lettischen Tanzgruppe „Laude“.

Dreitägiges Festprogramm für vier Jubiläen / Lettische Tanzgruppe „Laude“ gastiert auch in Parchim / Verschwisterungsvertrag erneuert

svz.de von
08. Juli 2014, 07:00 Uhr

SLATE Mit einem fulminanten Endspurt brachten die Slater am vergangenen Wochenende ihr vierfaches Jubiläum über die Bühne: 400 Jahre Ortsteil von Parchim, 35-jähriges Bestehen des Posaunenchors, die Wende vor 25 Jahren und das zehnjährige Bestehen der Partnerschaft mit dem gleichnamigen Slate bei Rubene in Lettland kamen auf einen Termin zusammen. Einmal mehr stellten dabei sowohl Kultur- und Sportverein als auch die Kirchengemeinde ihr festerprobtes Organisationstalent unter Beweis. Das Wetter hielt durch und meinte es vor allem am Sonnabend zeitweise sogar fast zu gut, als viele Programmpunkte unter starker Hitze litten. Die Besucher verdrückten sich deshalb samt Tischen und Bänken an die schattigen Ränder des Slater Festplatzes.

 Die Partylaune war bereits freitags durch die Band „Six to eighty eight“ angeheizt worden.  Am Sonnabend lieferten sich zwei Volleyballmannschaften ein symbolisches Hitze-Duell: Das Team aus Slate als dem ältesten Stadtteil Parchims trat gegen Damm als jüngsten Stadtteil an. Danach spulte das Kulturprogramm ab. Zum Auftakt ließen „De Plattdütschen ut Slate“ eine historische Ratsversammlung humorvoll Revue passieren, in der Goldstücke, Don Quichote und der Räuber Vieting eine wichtige Rolle bei Verhandlungen um die einstige Eingemeindung spielten. Auch die Kinder vom Parchimer „Spatzennest“ stellten danach unter Beweis, dass sie des Plattdeutschen mächtig sind. „Dance4Generations“ aus Parchim brannte ihr Feuerwerk an prämierten Tanzgruppen ab, bevor sich unter viel Beifall die lettische Tanzgruppe „Laude“ aus Rubene präsentierte. Sie bereicherte außerdem ebenso wie die Slater Linedancer das Südstadt-Sommerfest in Parchim mit einem Gastauftritt.

Derweil konnten die jüngsten der Kinder in einem eigens errichteten Zelt Zirkusluft schnuppern. Unter Anleitung von Friedegard Haase hatte sich eine Helferschar ein Programm mit Liedern, Spielen und Geschichten einfallen lassen. Außerdem wurde der Spielehänger geplündert, und die Kinder lernten, Spielgeräte wie Pedalos oder Balancierreifen zu beherrschen. Ihre Übungsergebnisse präsentierten sie dann öffentlich. Nach dem Abendbrot bestand für die Kinder Gelegenheit, beim Waldspiel mitzumachen und danach im Zirkuszelt zu übernachten. Ein Volksliedersingen, gestaltet von Pastor Konrad Kloss und der Organistin Sabine Kamke, leitete über zum Tagesabschluss auf der Kirchenbühne.

Der Sonntag nach dem Festgottesdienst und dem gemeinsamen Mittagessen war ganz dem Jubiläum des Posaunenchors gewidmet. In dessen Konzert eingebettet, fand zwischen den Bürgermeistern Bernd Rolly und Edvins Menkis die feierliche Unterzeichnung eines neuen Partnerschaftsvertrags statt. Seit 2009 ist Slate/Rubene durch eine Verwaltungsreform mit sechs anderen Kommunen in den Verwaltungsbezirk (Novads) namens Jekabpils (Jakobstadt) integriert.

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