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Parchimer Zeitung

16. Dezember 2017 | 06:25 Uhr

Parchim : Skipper meldet Kabelbrand an Bord

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Ungewöhnlicher Feuerwehreinsatz in Parchimer Schleuse. Neue Anforderungen an die Kameraden

Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Parchim am Mittwochabend gerufen. Gegen 18.30 Uhr meldete ein Bootsführer einen Kabelbrand. Das Charterboot befand sich mit zwei weiteren Booten in der Schleuse flussaufwärts. Auf dem Boot waren zwei Erwachsene und ein Jugendlicher aus Hamburg, die zur Müritz und wieder zurück fahren wollten.

Nach der Alarmierung trafen die 17 Kameraden an der Schleuse ein und wollten nun der Ursache des Rauches auf den Grund gehen und als eine Maßnahme, den Bordstrom durch Abklemmen der Batterie unterbrechen. „Der Bootsführer machte uns aber darauf aufmerksam, dass das nicht möglich sei, denn das Boot sei ein Hybridboot mit Solarzellen ausgestattet und im unteren Bereich vollgestopft mit Batterien“, berichtet Einsatzleiter Frank Lampe. Der Eigner in Hamburg hatte die Urlauber auf diese Maßnahme hingewiesen. So sorgten die Kameraden dafür, das Boot aus der Schleuse zu holen, in dem sie wie einst die Treidler mit Seilen das Boot zogen. Außerhalb der Schleuse wurde es festgemacht und ein Solarspezialist aus Parchim hinzu gezogen, der sich im Weiteren um das Boot kümmerte.

Mit einer Wärmebildkamera wurde das Boot noch einmal nach möglichen Glutnestern abgesucht, doch ohne erkennbare Gefahrenquellen zu entdecken. So konnte dieser ungewöhnliche Einsatz nach rund einer Stunde beendet werden. Frank Lampe informierte die Bootsbesatzung noch über auf Hotelmöglichkeiten zur Übernachtung, denn auf dem Charterboot wollten die Hamburger lieber nicht bleiben. Erst am 12. Juli sei schließlich in Emden ein bauartgleiches Boot explodiert und hat mehrere Feuerwehrkameraden und einen Polizisten verletzt. Für Einsatzleiter Frank Lampe war der Fall Grund genug, sich mit den Herstellern derartiger Boote in Verbindung zu setzen und Informationen einzuholen, um sich auf derartige Einsätze besser vorbereiten und die damit verbundenen Rettungs- und Hilfsmaßnahmen sach- und fachgerecht durchführen zu können. „Denn auch zukünftig müssen wir mit derartigen Einsatzfällen rechnen und dann müssen wir gewappnet sein“, so Lampe, der auch stellvertretender Stadtwehrführer ist.

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