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Einsatz für Kindertagesstätte : Siggelkower stehen hinter ihrer Kita

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Vom Amphitheater bis zur Holzeisenbahn: Elternrat stellt Zukunftspläne für Außenbereich vor, Unternehmer aus dem Ort helfen

von
erstellt am 02.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Am Dienstagabend gehörte die Siggelkower DRK-Kita Moosterzwerge den Erwachsenen: Gut 40 Unternehmer, Eltern und Gemeindevertreter waren gekommen, um große Pläne auf den Weg zu bringen. Der großzügige Außenbereich der naturverbundenen Kita soll komplett aufgewertet und in eine wunderbare Spiel-, Lern- und Erlebnislandschaft verwandelt werden. Das alles schiebt der Elternrat an, Unternehmer, Bürger, Gemeindevertreter und Bürgermeisterin Angelika Lübcke packen mit an. Am Ende des Abends hatten schon 15 Unternehmer der 900-Einwohner-Gemeinde spontan ihre Unterstützung zugesagt.

Die Bürger demonstrieren mit ihrem Einsatz, wie wichtig ihnen die Kindertagesstätte im Ort ist. Bürgermeisterin Angelika Lübcke: „Die Kita hat sich gut entwickelt. Wir können und wollen sie erhalten.“ Der gar nicht mehr so seltene Anblick Kinderwagen schiebender Mütter und Großeltern mache Hoffnung. Ines Müller, Fachbereichsleiterin Kindertagesstätten beim DRK Kreisverband Parchim, hält Siggelkow die Treue: „Auch wenn es eine kleine Kita ist, wir springen nicht ab.“ 44 Moosterzwerge haben Platz in der hellen und freundlichen Kita, 38 Kinder, sechs Erzieherinnen und drei technische Kräfte lernen, spielen und arbeiten hier, weiß Kita-Leiterin Rita Schlotmann. Auch Mädchen und Jungen aus Parchim, Rom, Suckow, Marnitz und Tessenow haben sich für die Heimat der Moosterzwerge entschieden.

Zum Konzept der naturverbundenen Kita passen die Pläne, die nun nach und nach umgesetzt werden sollen. Der Hügel auf dem Gelände ist jetzt noch – ein Hügel. Die Eltern (und Kinder) wollen daraus eine Burg mit drei Meter langer Tunnelröhre, Kletterturm und Rutsche machen. Dafür und für die Umsetzung der weiteren Ideen haben sie bereits Vorarbeit geleistet und akribisch Materialbedarf, Technik und Kosten aufgelistet. Eine Schaukel mit einem Nestchen soll bald mehreren Kindern gleichzeitig Flügel verleihen. Geräteschuppen, Eisenbahn aus Holzstämmen und Sandkästen mit Boot und Segeldach werden weitere spannende Moosterzwerg-Erlebnisse bescheren. Das ist viel, aber längst nicht alles: Ein Amphitheater aus Holzstämmen oder Felssteinen könnte bald Kindern, Erzieherinnen, Eltern und Großeltern Theatererlebnisse bescheren. Was man heute so spielt, würde dann morgens beim Frühstück auf der künftigen Süd-Terrasse besprochen werden. Die tollen Ideen können natürlich nur Schritt für Schritt umgesetzt werden, betont Angelika Lübcke. Geld, Material, Kompetenz und Arbeitsleistung sei nötig. Die Bürgermeisterin ließ keinen Zweifel daran, dass die Bürger das stemmen werden. Der engagierte Siggelkower Dr. Heinz Niemann sagte, warum: „Ein Dorf muss so gestaltet werden, dass jeder dort wohnen möchte. Dazu gehört eine Kita und eigentlich auch eine Schule. Das Wohl der Menschen ist nicht immer das Beste für den Geldbeutel. Das hat die Politik leider noch nicht begriffen.“ Angelika Lübcke sieht die Gemeinde auf dem richtigen Weg, auch wenn die, „die ein bisschen höher sitzen, nicht auf uns hören, wenn wir kommen.“ Genau darum ergreifen die Siggelkower selbst die Initiative. Und wer am Dienstag dabei war, weiß: Sie werden es schaffen.


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