Wer löscht am schnellsten? : Sieg mit fünf Punkten Vorsprung

Konzentration pur: Die Jugendfeuerwehr Zölkow beim Wettkampf A-Teil bei den Knoten Fotos: Michael-Günther Bölsche
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Konzentration pur: Die Jugendfeuerwehr Zölkow beim Wettkampf A-Teil bei den Knoten Fotos: Michael-Günther Bölsche

Zweiter großer Wettkampf der Jugendwehren des Landkreises Ludwigslust-Parchim

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20. Juni 2016, 00:00 Uhr

Der zweite Jugendfeuerwehrwettkampf seit der Bildung des Kreisfeuerwehrverbandes Ludwigslust-Parchim fand am Wochenende im Stadion am See in der Kreisstadt statt. Rund 500 Mädchen und Jungen von 31 Jugendfeuerwehren gingen an den Start und wetteiferten nach den Kriterien des Bundeswettbewerbs der Deutschen Jugendfeuerwehr.

Alle in den jeweiligen Ämtern zuvor 31 qualifizierten Teams kämpften fair um den Sieg und die Plätze. Man merkte als Zuschauer, dass sie sich bestens vorbereitet hatten und die Jugendwarte gute Arbeit leisteten. Nach dem Kuppeln der Sauglängen ging es im A-Teil über Hürden, Leitern und Tunnel zum Löschangriff (mit Wasserentnahmestelle offenes Gewässer) und abschließend zu den Knoten. Dabei waren klare und eindeutige Befehle gefragt, sowie die Handhabung der Gerätschaften.

Beim B-Teil handelte es sich um einen 400-Meter Hindernisstaffellauf. Dieser ist in neun Abschnitte unterteilt und beinhaltet unterschiedliche feuerwehrspezifische Aufgaben. So muss unter anderem ein ausgerollter C-Schlauch eingerollt, ein Laufbrett überlaufen sowie eine Schutzausrüstung angelegt werden. Bei diesem Hindernislauf passierte auch den in den vergangenen Jahren stets auf vorderen Plätzen liegenden Dabelern ein Missgeschick, welches alle Hoffnungen auf einen der vorderen Plätze schwinden ließen. „Ein Läufer verlor den Staffelstab und beim Wiederaufnehmen hat er den Läufer der anderen Mannschaft behindert“, lautete die Begründung der Wertungsrichter. Jugendwart Frank Werner bestätigte den Fehler seines Läufers, verwies aber darauf, dass die andere Mannschaft keinen Protest wegen Behinderung eingelegt habe.

Insgesamt muss man allen Jugendlichen ein großes Lob aussprechen für ihre sehr gute Disziplin. „Es war klasse und wir können mit diesem Tag sehr zufrieden sein“, so Kreisjugendfeuerwehrwart Steffen Hoffmann. Auch Kreiswehrführer Uwe Pulss sprach von einer „guten Werbung für den Feuerwehrnachwuchs“, lobte den Kampfgeist der Mädchen und Jungen und die Arbeit der Wertungsrichter. Vor allem hob er das Engagement der Kameraden der Parchimer Freiwilligen Feuerwehr hervor, die „in besonderer Weise mit ihrer Technikschau und ihren Angeboten für die Kinder sowie mit einem Imbiss und Getränken aufwarteten“.

Eine Geduldsprobe der besonderen Art hatten am Schluss alle Beteiligten zu bestehen, denn Auswertung und Siegerehrung ließen doch mächtig auf sich warten. „Es muss alles stimmen, uns darf kein Fehler unterlaufen und deshalb wurde alles mehrfach nachgerechnet und das kostete doch Zeit“ hieß es zur Begründung.

Bevor die Sieger gekürt wurden, konnten der Kreisjugendfeuerwehrwart und der Kreiswehrführer den Mestliner Jugendwart Marco Hochleiter und Frank Müller, den stellvertretenden Jugendwart von Dobbertin im Auftrag der Landesjugendfeuerwehr mit der Ehrennadel in Silber auszeichnen.

Dann erfolgte die Siegerehrung. Die Spannung stieg mit der Bekanntgabe der Platzierungen, und als nur noch drei Jugendwehren übrig blieben, war diese Spannung fast greifbar. Den dritten Rang holten sich die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr aus Mirow im Amt Crivitz mit 1386,7 Punkten, den silbernen Rang belegte die Jugendfeuerwehr Strohkirchen im Amt Hagenow-Land, die 1418 Punkte erreichte.

Großer Jubel bei der Gruppenführerin Sophie de Vries und Jugendwart Christin Wilke von der Jugendfeuerwehr in Eldena im Amt Grabow, als sie aus den Händen des Kreiswehrführers Uwe Pulss den Siegerpokal in Empfang nahmen. Mit knappen fünf Punkten Vorsprung erkämpften sie sich den Sieg und schafften 1423 Punkte. Diese drei Teams sowie die drei weiteren Platzierten aus Picher, Grabow und Polz vertreten nun unseren Landkreis bei den Landesmeisterschaften am 16.  Juli in Gützkow bei Greifswald.

Auch interessant: Im Mittelfeld gab es gleich drei Mannschaften, die mit 1368 Punkten exakt die gleiche Wertung erzielten. Dies waren die Jugendfeuerwehren aus Siggelkow, Boizenburg und Warsow, die somit gemeinsam den Platz 9 belegten.


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