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Kreisschülerrat : Sie wollen sich noch oft einmischen

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Kreisschülerrat traf sich im Parchimer Friedrich-Franz-Gymnasium / Vorstandswahl am 6. November in Ludwigslust

von
erstellt am 26.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Der vor ca. eineinhalb Jahren erstmals nach der Gebietsreform gebildete Kreisschülerrat (KSR) will als politisches Gremium künftig noch eine Schippe drauf legen. Darüber waren sich die ca. 35 Vertreter aus 20 Schulen bei ihrem jüngsten Treffen am Freitag in Parchim einig. In den Räumlichkeiten des Friedrich-Franz-Gymnasiums fanden sie genau das richtige Umfeld, um einen Tag intensiv in Klausur gehen und neue Impulse für ihre Arbeit mit an die Schulen nehmen zu können. Das Treffen diente in erster Linie dem näheren Kennenlernen untereinander und der Vorbereitung der Vorstandswahl am 6. November um 9.30 Uhr im Goethe-Gymnasium Ludwigslust. Die eigentlich schon in Parchim vorgesehene Wahl konnte nicht stattfinden, da die vorgeschriebene Teilnehmerzahl knapp verfehlt wurde. Wie schon auf anderen Ebenen manifestiert sich auch an diesem Beispiel, wie schwer es ist, ehrenamtliche Strukturen in dem flächenmäßig zweitgrößten Landkreis von Deutschland aufrechtzuerhalten und Netzwerkarbeit zu leisten, die mit enormen Fahrwegen verbunden ist.

Ihre Kandidatur für den neuen KSR-Vorstand angekündigt haben u. a. zwei Schülervertreter aus Boizenburg: Silke Wetjen (16) vertritt das Elbe-Gymnasium. Torben Knaak (15) von der Regionalen Rudolf-Tarnow-Schule ist bereits im Vorstand aktiv gewesen. Georg Kröger (17) vom Gymnasialen Schulzentrum in Wittenburg will sich bereit erklären, im November als Delegierter an der Versammlung des Landesschülerrates teilzunehmen.

Für alle drei ist es die selbstverständlichste Sache der Welt, sich einzumischen und den Mund auf zu machen. Die Motivation von Georg Kröger dabei ist z. B. , seine Schule zu präsentieren und das politische Interesse der Schüler nach außen zu tragen. Nicht zuletzt sei das Ehrenamt auch mit vielen Kontakten und Freundschaften verbunden. „Man will mitwirken und dadurch etwas bewirken“, findet Torben. Er hat das Treffen in der Kreisstadt gemeinsam mit dem Parchimer Phillip Dingler auf die Beine gestellt, der derzeit seinen Bundesfreiwilligendienst am Friedrich-Franz-Gymnasium, seiner „alten“ Schule, absolviert. Der 19-Jährige war im April 2014 schon bei der Gründungsveranstaltung in Demen dabei und verfolgt seitdem aufmerksam die Entwicklung des Kreisschülerrates Ludwigslust-Parchim. Eine Kandidatur für den Vorstand kam damals für ihn allerdings nicht in Betracht, da er vor der Abiturphase stand. „Mir liegt viel an den Schülerräten im Land(kreis). Letztendlich ist das, was dort passiert Demokratie pur“, sagt Phillip Dingler.

Das Treffen in Parchim war aus seiner Sicht eine wirklich gelungene Sache: „Die, die da waren, haben sich intensiv eingebracht. Man merkt, dass sie Lust haben, was zu bewegen“, resümiert Phillip Dingler. Silke Wetjen will jedenfalls auch weiterhin mit im Boot bleiben, wenn es darum geht, Projekte anzuschieben und etwas in Gang zu setzen. Für sie war es die erste Teilnahme überhaupt an einer so großen Versammlung von Schülersprechern. „Ich fand es ziemlich cool, etwas über die eigenen Rechte zu erfahren.“ Nicht nur Georg Kröger hofft, dass die Vorstandswahl am 6. November wie geplant über die Bühne gehen kann: „Es ist für alle wichtig, dass wir ein Netzwerk der Schüler im Landkreis bilden. Zusammen können wir alle mehr erreichen.“

 

Vorstand vertritt in wichtigen Dingen

Mitglieder im Kreisschülerrat (KSR)  sind alle SprecherInnen eines Schülerrates im Landkreis. Der Vorstand vertritt den Kreisschülerrat in wichtigen Angelegenheiten, da es fast unmöglich ist, immer eine Vollversammlung durchzuführen.

Der KSR bedankt sich  beim Friedrich-Franz-Gymnasium, das die Räumlichkeiten für das jüngste Treffen  zur Verfügung  stellte. Alles lief reibungslos, dank der guten Zusammenarbeit mit Schulleitung, Schulsozialarbeit und mit dem technischen Personal an der Schule. Betreut und unterstützt wird der KSR von Guido Wiese vom Landkreis. Die Verpflegung wurde vom Verein für Schule, Bildung und Kultur in MV abgesichert.

 

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