Austellung in Parchim : Sicher lieben ohne Nebenwirkung

Kondome schützen nicht nur vor ungewollter Schwangerschaft, sondern auch vor der Ansteckung mit HIV und anderen Krankheiten.
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Kondome schützen nicht nur vor ungewollter Schwangerschaft, sondern auch vor der Ansteckung mit HIV und anderen Krankheiten.

Eine Ausstellung in der Stadthalle in Parchim klärt auf über sexuell übertragbare Infektionen und wie man sich davor schützen kann

Über dieses Thema wird gar nicht gerne geredet: sexuell übertragbare Infektionen. Sie sind eine weitgehend unbekannte Nebenwirkung der schönsten Sache der Welt. Um das Thema drehen sich vom 21. bis 23. September in Parchim eine ungewöhnliche Ausstellung und einer Reihe von Veranstaltungen für Jugendliche und Erwachsene.

Die Organisatoren, die Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung in Kooperation mit der AOK Nordost, rücken Themen ins Licht der Öffentlichkeit, die man oft lieber im Dunkeln lässt. Die Ausstellung informiert aber auch über Safer Sex, wie man sich richtig schützen kann, über die Beratungsangebote in Mecklenburg-Vorpommern und die Methoden zum Test bei HIV-Infektionen.

Den Organisatoren ist es wichtig zu zeigen, wie jeder Mensch Liebe und Sexualität lustvoll erleben kann, ohne seine oder die Gesundheit seiner Partnerin oder seines Partners zu gefährden. Wer sich informiert und schützt, kann Sexualität genießen ohne unerwünschten Folgen.

Sie kann jeden treffen, Mann oder Frau, Jung oder Alt, manchmal auch ohne Geschlechtsverkehr, sagen die Ausstellungsorganisatoren. Und die Zahl der sexuell übertragbaren Infektionen nimmt in Deutschland seit einiger Zeit deutlich zu. Die Infektionen wurden früher als Geschlechtskrankheiten bezeichnet. Sie können unbehandelt nicht nur das Wohlbefinden in Bezug auf Sexualität und das Liebesleben trüben, sondern auch die Gesundheit schädigen und schwerwiegende Spätfolgen für die Betroffenen nach sich ziehen. So kann eine Chlamydieninfektion bei jungen Frauen zu Unfruchtbarkeit führen. HP-Viren können Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen verursachen. Doch rechtzeitig erkannt und behandelt ist man die meisten schnell wieder los.

Die Mitarbeiter der Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung betreuen die Ausstellung, die in der Stadthalle in Parchim zu sehen sein wird. Sie bieten für Gruppen und Schulklassen Führungen an. In einer abgeschirmten Ecke beraten die Mitarbeiter gerne auch in individuellen Fragen oder Fragen zur sexuellen Gesundheit in einem persönlichen und anonymen Gespräch.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Mit Sicherheit Liebe(n) – Nimm die Gesundheit in deine Hand“ findet in der Stadthalle auch ein Workshop zur Vorsorge statt. Am 21. September von 16.30 bis 18 Uhr wird Oberärztin Dr. Bettina Knuth, Gynäkologin am Kreiskrankenhaus Hagenow erwartet.

Die Teilnehmerinnen ihres Workshops „Selbstuntersuchung der Brust“ können am Silikonmodell lernen, tastbares Brustgewebe zu unterscheiden, auffällige Veränderungen zu erkennen, um somit eine höhere Sicherheit bei der Selbstuntersuchung der eigenen Brust zu erlangen.

Die Ausstellung in Parchim

Der Besuch der Ausstellung in der Stadthalle Parchim ist kostenlos. Führungen für Gruppen und Schulklassen können angemeldet werden. Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen

Ausstellungseröffnung

Mittwoch, den 21. September um 14 Uhr
Öffnungszeiten: Mittwoch, den 21. September von 14 bis 18 Uhr; Donnerstag, 22. September von 9 bis 18 Uhr; Freitag, 23. September von 9 bis 18 Uhr.

Zu den Vorsorgeveranstaltungen ist ebenfalls eine Anmeldung erforderlich: Kontakt: Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung in Westmecklenburg, Wismar, Tel. :03841/214755, Fax: 03841/214711 oder Email: info@wismar.aidshilfe.de.

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