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Parchim : „Seine Gedichte sind tief empfunden“

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Dieter Niebuhr aus Parchim hat zum zweiten Mal die Monatsgedichte für den Niederdeutschen Heimatkalender Voß un Haas geschrieben

von
erstellt am 17.Jun.2017 | 05:00 Uhr

Unglaubliches, Besinnliches, Humorvolles und Überraschendes: Der bereits erhältliche Norddeutsche Heimatkalender für das Jahr 2018 vereint einmal mehr das, was den Voß un Haas ausmacht.

Der 23. Jahrgang dieser liebevoll zusammengestellten Anthologie hält zudem ein Novum bereit: Nach 2009 hat Dieter Niebuhr aus Parchim auf Bitten von Herausgeber Hartmut Brun zum zweiten Mal die zwölf Monatsgedichte geschrieben, die eine feste Rubrik des Voß un Haas sind. Bis dahin wurden die Monatsgedichte nur von je einem Autor abgedruckt.

„Die Gedichte von Dieter Niebuhr sind tief empfunden und außergewöhnlich gefühlvoll. Sie gehen ans Herz, regen zum Nachdenken an, rufen mitunter auch ein Smustergrienen, aber nie das lautstarke, vordergründige Schenkelklopfen hervor“, schätzt Hartmut Brun den niederdeutschen Autor aus der Eldestadt außerordentlich.

Vor genau 20 Jahren bot dieser ihm – in seiner sehr zurückhaltenden Art – erstmals ein plattdeutsches Gedicht an. Der Herausgeber war von dessen Schreibart angetan und ermutigte ihn, ihm regelmäßig Texte zu schicken. Seit dem Voß un Haas 1998 ist Dieter Niebuhr nun ununterbrochen in jedem Jahrgang mit einem oder mehreren Gedichten in dem Geschichts- und Geschichtenbüchlein vertreten, das für viele auch ein begehrtes Sammlerobjekt ist.

Mit dem jahrelangen Blick auf das Schaffen des Parchimer Autors kommt Hartmut Brun sogar zu dem persönlichen Schluss: „Für mich ist Dieter Niebuhr einer der besten, wenn nicht der beste niederdeutsche Lyriker des Landes der Jetztzeit.“ Es freue ihn immer wieder, wenn er Arbeiten von Dieter Niebuhr in Zeitungen, Magazinen oder Sammelwerken lese.

Seit 2010 ist Dieter Niebuhr zum Beispiel mit je einem Gedicht in der in Schwerin erscheinenden Anthologie „Johrestieden“ vertreten.

Erstmals für das Jahr 1996 erschienen, ist der Norddeutsche Heimatkalender bis heute ein Bestseller des Rostocker Hinstorff Verlages. Dieser trat 1994 an Hartmut Brun mit der Bitte heran, die Herausgabe des neuen Voß un Haas-Kalenders zu übernehmen - eine Anthologie mit literarischen hoch- und plattdeutschen Lyrik- und Prosatexten, die das Gegenwartsschaffen widerspiegelt.

Die Mischung machts, der Erfolg liegt vor allem darin begründet, dass es dem Herausgeber immer wieder gelingt, gute Autoren zu gewinnen. Autoren wie Dieter Niebuhr, dessen Gedichte eben aus der Vielzahl der „platten“ plattdeutschen Dichtungen herausragen würden, wie Hartmut Brun findet.

Hartmut Brun ist seit 1993 Vizepräsident der Fritz Reuter Gesellschaft und seit 2000 Vorsitzender der Johannes Gillhoff Gesellschaft.
 

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