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Parchimer Zeitung

23. Oktober 2017 | 00:42 Uhr

Parchim : Schwimmhalle bleibt ein Traum

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Bürgermeister Dirk Flörke steht Rede und Antwort. Junge Leute wollen eine lebenswerte Stadt, doch die Integration bleibt eine Herausforderung

von
erstellt am 19.Jul.2016 | 12:00 Uhr

Für Bürgermeister Dirk Flörke war es gestern ein Heimspiel. Bis zu seinem Amtsantritt als Rathauschef vor knapp einem Jahr war er schließlich einige Jahre als Lehrer tätig. Da war sein Auftritt vor einer Schulklasse bei der traditionellen Kindersprechstunde im Rahmen der diesjährigen Vereins(a)uktionswoche für ihn nichts Besonderes. Und auch die Jungen und Mädchen der Klasse 7a der Fritz-Reuter-Schule war sichtlich gelassen, hatte ihre Fragen mitgebracht und waren gespannt, was der Rathauschef zu sagen hat. Nach einer kurzen persönlichen Vorstellung war die Fragestunde eröffnet.

Leon, der zwar in Spornitz lebt, aber in Parchim zur Schule geht, wollte gerne wissen, wie viele Menschen in der Kreisstadt wohnen und warum es immer weniger werden. „Es gibt viele Gründe, junge Leute wandern ab, Frauen fehlen und bekommen weniger Kinder. Die demografischen Probleme sind auch für einen Bürgermeister eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle“, verspricht er den Zuhörern. „Wie geht es mit dem Flugplatz weiter? Sollen da wirklich Luxusgeschäfte entstehen?“, möchte eine Schülerin gerne wissen. Dirk Flörke verweist zwar auf die Zuständigkeit des privaten Investors, bleibt aber zuversichtlich, dass dies eine Chance sei für die Stadt sei. Und auch bei der nächsten Frage wird er von der Realität eingeholt. „Warum gibt es in Parchim keine Schwimmhalle?“, möchte einer der Jungen wissen und findet bei seinen Mitschülern Zustimmung. Schon Flörkes Vorgänger im Amt des Bürgermeisters musste sich dieser Frage immer wieder stellen. „Ich kann euch gut verstehen, aber es wird ein Traum bleiben. Wir können es uns nicht leisten. Andere Städte haben mit ihren Schwimmhallen längst große Probleme, sie wirtschaftlich zu betreiben. Als Bürgermeister gehört es zu meinen Pflichten darauf zu achten, dass sich die Stadt nicht unverhältnismäßig verschuldet“, sagt er und verweist auf die Fülle von Aufgaben, die eine Stadt wie Parchim zu lösen hat. Einige der Reuter-Schüler hatten bislang offenbar wenig Einblick in die Aufgaben der Stadtverwaltung. Und auch der berufliche Weg vom Gymnasiallehrer zum Bürgermeister war ihnen bis gestern kaum bekannt. Dirk Flörke räumte ein, dass im sein Amt durchaus Spaß mache, aber er jeden Tag neues lernen muss, sich immer neue Situationen ergeben und der aufregende Job nicht selten wenig Freizeit lässt. Klassenlehrerin Ulrike Bohnstedt wollte aus erster Hand erfahren wie Parchim mit der Flüchtlingsproblematik umgeht. Dirk Flörke ist froh, dass nach den schwierigen Wochen im Vorjahr inzwischen Normalität herrscht. „Die Integration der Flüchtlinge bleibt eine Herausforderung, der wir uns stellen“, so der Bürgermeister.  

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