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Parchimer Zeitung

18. Oktober 2017 | 18:28 Uhr

Parchim : Schwieriges Wetter für Brieftauben

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Reisevereinigung Parchim „Auf zur Elde“ schließt Wettflüge für Alttauben ab. Mehrere Starttermine mussten verlegt werden.

von
erstellt am 23.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Dieser Sommer brachte sogar die Brieftauben-Saison ins Wanken. Er könne sich nicht erinnern, dass es schon einmal so eine instabile Wetterlage gegeben hat, blickt Klaus-Ulrich Teich von der Reisevereinigung Parchim „Auf zur Elde“ zurück. Für die Auflassleiter Jan Kunkel und Olaf Drefahl war die Organisation und Durchführung der Wettflüge für Alttiere in der zweiten Halbzeit bezüglich Auflasstag und -ort eine sehr schwere Aufgabe, sagt er. „Der Flugplan konnte nicht eingehalten werden, es wurden z. B. auch Flüge am Montag durchgeführt. Ein Flug musste sogar Wochen später nachgeholt werden. Trotz dieser Schwierigkeiten gelang es den beiden Auflassleitern, die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft zu erfüllen“, so Klaus-Ulrich Teich. Um bei der Wertung für die Deutsche Meisterschaft zu zählen, müssen die Züchter ihre Tauben nämlich auch bei einem 500- und einem 600-Kilometer-Flug starten lassen.

Den Wettflug über 520 Kilometer gewann eine Taube von Stephan Amoneit aus Lübz. Auf dieser langen Strecke wurden auch die Silbermedaillen ausgeflogen. Um diese zu gewinnen, muss jeder Züchter acht Tauben vorbenennen, von denen die vier besten in die Wertung kommen. Je eine Silbermedaille gewannen Heiko Wunderow aus Barnin, Stephan Amoneit aus Lübz und Detlef Henschel aus Groß Niendorf.

An einem Montag, am 31. Juli, wurde der längste Flug über 600 Kilometer ab Zyardow in Polen gestartet. Um sieben Uhr stiegen die Tauben in den Himmel. Die erste erreichte eine Minute und 19 Sekunden nach 16 Uhr ihren Heimatschlag beim Vorsitzenden der Reisevereinigung Horst Fandrich in Klein Niendorf. Bei dieser Brieftaube wurde eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 1 091,492 Meter pro Minute ermittelt. Damit war der Vogel auf seinem Neun-Stunden-Flug mit umgerechnet 65 Kilometer pro Stunde unterwegs. Goldmedaillen gewannen auf diesem Flug Bernhard Grinke aus Lübz und Peter von Malleck aus Groß Niendorf. Sie stellten die drei schnellsten aus sechs vorher benannten Tauben.

Über alle Wettflüge zusammengenommen erwiesen sich in diesem Jahr die Tauben von Stephan Amoneit aus Lübz als erfolgreichste. Der Lübzer wurde Meister der Reisevereinigung, Jährigenmeister und Vogelmeister. Den Titel Weibchenmeister erhielt die Schlaggemeinschaft Marien aus Lutheran.

Bis Mitte September werden die Jungtaubenflüge, also für die Vögel, die in diesem Jahr geschlüpft sind, durchgeführt.

Am 26. November ist eine gemeinsame Ausstellung der Reisevereinigungen Parchim und Ludwigslust in Rastow geplant. Dort sollen dann die schönsten und erfolgreichsten Tauben ermittelt und vorgestellt werden.


Ergebnisse


Folgende Züchter stellten in dieser Saison bei den Wettflügen der Reisevereinigung Parchim die Alt-Tauben mit den höchsten Durchschnittsgeschwindigkeiten: 1. Flug über 197 km Joachim Motz aus Lübz, 2. Flug über 197 km Werner Koch aus Lutheran (beide Flüge ab Seelow), 3. Flug über 295 km Robert Piel aus Lübz; 4. Flug über 295 km Werner Koch aus Lutheran (beide Flüge ab Trzciel/Polen); 5. Flug über 404 km Peter von Malleck aus Groß Niendorf, 6. Flug über 404 km Bernhard Grinke aus Lübz (beide Flüge ab Wrzesnia/Polen); 7. Flug über 160 km (ab Pasewalk) Werner Koch aus Lutheran; 8. Wettflug gestrichen und als 13. Flug nachgeholt; 9. Flug über 520 km (ab Grabow/Polen) Stephan Amoneit aus Lübz; 10. Flug über 310 km (ab Trzciel ) Helmut Feske aus Goldberg; 11. Flug über 400 km (ab Wresnia ) Jürgen Bootz aus Demen; 12. Flug über 600 km (ab Zyardow) Horst Fandrich aus Klein Niendorf; 13. Flug über 310 km (ab Trzcil ) Bernhard Grinke aus Lübz








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