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Parchimer Zeitung

23. August 2017 | 19:33 Uhr

Parchim : Schwerer Unfall auf der B 191

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Transporter stieß gegen Traktor. Ein Mann verstarb im Rettungswagen. Kraftfahrer behinderten Einsatzfahrzeuge.

Bei einem schweren Verkehrsunfall gestern früh verlor ein Mann (55) sein Leben, ein weiterer (20) wurde verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Beim Überholmanöver übersah der Transporterfahrer nach ersten Erkenntnissen der Polizei einen links abbiegenden Traktor und es kam zum Zusammenstoß.

Es war kurz vor halb acht, als mehrere Fahrzeuge auf der Bundesstraße 191 in Richtung Rom unterwegs waren. Der Fahrer eines Transporters überholte kurz vor der Schalentiner Kurve einen Pkw und übersah dabei den linksabbiegenden Traktor. Bei dem unvermeidlichen Zusammenstoß wurde der Fahrer eingeklemmt und musste durch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Parchim aus dem Wrack befreit werden. Trotz aller Bemühungen des Notarztes und der Rettungsassistenten ist der Mann leider im Rettungswagen seinen schweren Verletzungen erlegen. Der Traktorfahrer kam verletzt ins Krankenhaus.

Ein Radfahrer, der das Geschehen erlebte, war als Ersthelfer sofort bei dem Transporter und hatte den Sicherheitsgurt durchgeschnitten, damit der Verletzte mehr Luft bekam. Andere Verkehrsteilnehmer haben nach Angaben von Zeugen vor Ort sich nicht an die Regeln gehalten. So sind etliche Fahrzeuge an der Unfallstelle vorbei gefahren ohne nachzufragen, ob Hilfe benötigt wurde. „Auch wir mussten unseren Rettungswagen mitten auf der Fahrbahn abstellen, damit uns keine weiteren Fahrzeuge mehr entgegenkommen konnten“, so ein Rettungsassistent. Auch die Parchimer Feuerwehr berichtet von Behinderungen. „Der Fahrer eines Silo-Tanklasters wollte aus dem Stau und wendete mit dem großen Fahrzeug wenige Meter vor der Unfallstelle, obwohl wir mit Blaulicht und Martinshorn in der Anfahrt waren“, so Wehrführer Bernd Schröder, der so ein Verhalten eines Berufskraftfahrers nicht verstehen kann. „Auch hier gilt die Regelung einer Rettungsgasse“, ergänzt der Wehrführer. Unter den Kameraden waren etliche, die erst kürzlich ihren Dienst antraten. Mit ihnen redeten die Erfahrenen abseits der Unfallstelle, damit die Jungen das Geschehene verarbeiten können. Auch die Parchimer Notfallseelsorge kümmerte sich um den Radfahrer, der alles verarbeiten musste.

 

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erstellt am 28.Jul.2016 | 21:00 Uhr

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