Aktion Gegen Schweinefabrik : Schwarzer Protest in Parchim

Protestaktion der Bürgerinitiative  auf dem Parchimer Schuhmarkt: Das aufgeblasene schwarze Riesenkissen mit 90 Kubikmeter Luft sollte zeigen, wieviel Gülle am Tag bei einer Schweinemastanlage mit 15 500 Tieren anfallen würde.
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Protestaktion der Bürgerinitiative auf dem Parchimer Schuhmarkt: Das aufgeblasene schwarze Riesenkissen mit 90 Kubikmeter Luft sollte zeigen, wieviel Gülle am Tag bei einer Schweinemastanlage mit 15 500 Tieren anfallen würde.

Gegner der geplanten Schweinemastanlage für 15500 Tiere in Dargelütz warnen mit Aktion auf dem Schuhmarkt vor Gefahr durch Nitratbelastung

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16. März 2014, 15:10 Uhr

„Schwarzer Tag für Parchim“. Unter diesem Slogan gestaltete die Bürgerinitiative (BI) Dargelütz gegen den Bau einer Schweinemastanlage am Sonnabend eine Protestaktion auf dem Parchimer Schuhmarkt. Die Gegner der geplanten Schweinefabrik für 15 500 Tiere am Stadtrand von Parchim postierten eine große aufblasbare Hülle. Ihr Inhalt an Luft sollte die Menge Gülle verdeutlichen, die täglich in der Schweinmastanlage anfallen würden: rund 90 Kubikmeter. Günter Schulze, Sprecher der Bürgerinitiative, warnte vor der damit einhergehenden Nitratbelastung. Man müsse an die nächsten 15 bis 20 Jahre denken. „Wir müssen der nächsten Generation etwas Gesundes hinterlassen.“

Extreme Güllemengen aus industrieller Massentierhaltung führen laut Bürgerinitiative zu starken Nitratbelastungen der Gewässer und des Grundwassers. Langfristig werde dadurch das Trinkwasser gefährdet, wie Erfahrungen in anderen Agrarregionen zeigen z.B. in den Niederlanden oder der Region Vechta-Cloppenburg. Mecklenburg-Vorpommern (MV) drohe eine ähnliche Entwicklung, denn Dargelütz sei laut BI nur eine von mehr als 70 derzeit in MV geplanten Tierfabriken. Biogasanlagen als Lösung für das Gülleproblem seien heute umstritten, denn sie würden weitere Probleme wie Maiswüsten, Waldschäden und Verkehrsbelastungen produzieren.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Printausgabe und im E-Paper.

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