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Pfändungsschutz : Schuldnerberater helfen bei P-Konto

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Im vergangenen Jahr wurden in Parchim, Sternberg und Crivitz 124 Bescheinigungen ausgestellt

von
erstellt am 07.Mär.2017 | 05:00 Uhr

124 Bescheinigung für ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) haben die beiden Schuldnerberaterinnen Anette Zimmermann und Margitta Sand im Vorjahr in Parchim, Sternberg und Crivitz ausgestellt.

Margitta Sand erklärt zum Hintergrund: Einen Anspruch auf ein P-Konto hat jeder. Er erhält durch dieses Konto derzeit einen Freibetrag von 1073,88 Euro. Erst darüber gehende Beträge dürfen beim P-Konto Gläubiger pfänden.

Es sind aber auch höhere Freibeträge im Monat möglich. Beispielsweise für einen Partner oder für Kinder, die im Haushalt leben. Und auch für das Kindergeld, wenn es nachweislich auf das Konto des Betroffenen geht.

Im Fall eines Alleinerziehenden mit einem Kind, der auch Kindergeld erhält, steigert sich so beispielsweise der Freibetrag auf eine Gesamtsumme von 1670,04 Euro im Monat. Erst die Gelder, die darüber hinaus auf dem Konto eingehen, können gepfändet werden.

Die Bescheinigungen über die Freibeträge dürfen die Schuldnerberatungsstellen ausstellen, die vorher die Konten prüfen. „Wir brauchen Nachweise“, erklärt Anette Zimmermann.

Die Schuldnerberatungsstellen seien die einzigen im Landkreis Ludwigslust-Parchim, die solche Bescheinigungen zur Vorlage bei den Banken abgeben können. Klienten, die zur Beratungsstelle kommen, brauchen den Nachweis meist sofort. „Wir versuchen das in einer Woche hinzubekommen“, sagt die Schuldnerberaterin.

 

 

 

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