Lübz : Schreiben statt meckern

Philosoph, Autor und Verlag in einer Person: Armin Hey veröffentlicht am 25. November seinen ersten Roman zur Utopie in Eigenregie. Sieben weitere Bände sollen folgen.
Philosoph, Autor und Verlag in einer Person: Armin Hey veröffentlicht am 25. November seinen ersten Roman zur Utopie in Eigenregie. Sieben weitere Bände sollen folgen.

Thema der Woche: Facetten rund um das Buch

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09. November 2019, 16:00 Uhr

Die dunkle Jahreszeit ist Lesezeit. Passend dazu findet im November wieder die traditionelle Veranstaltung „Parchim liest“ statt. Einen Monat lang steht auf zahlreichen Lesungen in verschiedenen Lokalitäten die Literatur im Fokus. In dieser Woche beleuchtet die SVZ die verschiedenen Facetten rund um das Buch. Heute: ein Besuch bei Armin Hey.

„Ich meckere gern über die Gesellschaft“, sagt Armin Hey. Er muss schmunzeln. Die Augen hinter der Brille blicken aufmerksam. „Irgendwann haben mich die Menschen gefragt, was denn stattdessen sein solle.“ Eine gute Frage. Der damals 46-Jährige macht sich erste Notizen. Das ist genau zehn Jahre her. Heute hält er seinen ersten Roman „Der Geburtstag“ in den Händen.

„Mein Held feiert seinen 18. Geburtstag und ist verliebt. Doch dann geht einiges schief und er wird immer trauriger. Schließlich wird er in eine andere Welt geworfen“, erzählt der Schriftsteller. Damit ende der erste Band. Doch nicht etwa die Geschichte. Acht Teile hat Armin Hey im Kopf, am zweiten Band schreibt er aktuell. „Motive, Spannungsbögen und die Personen sind bereits fertig entworfen.“

Dabei beschäftigt den ehemaligen Landwirt besonders die Frage nach der Utopie, nach der idealen Gesellschaft. „Ich schaue mir im ersten Band an, was wir Menschen überhaupt machen. Wo ist Utopie im Alltag vorhanden? Was gibt es bereits an glücklichen Momenten? Das erste Buch ist ein Gegenstück zur dialektischen Aufklärung.“ 18 Semester hat er in Berlin Philosophie und Psychologie studiert. In seinem Schreibzimmer mit dem Blick in die Natur stehen zahlreiche philosophische Schriften und die passende Sekundärliteratur wie von Adorno. „Ich bin ein großer Anhänger seiner Theorie.“

Große philosophische Fragen wie „Was ist die Wahrheit?“ sind auch Thema des Podcasts „Heyfischbecken“, im Internet veröffentlichte Audio-Dateien, die Hey gemeinsam mit seinem Sohn aufnimmt. „Es war seine Idee, sich mit mir zu unterhalten. Das finde ich großartig.“ „Heyfischbecken“ wird auch die neue Internetseite des Autors heißen, der sein Buch am 25. November in Eigenregie veröffentlicht. Am 7. Dezember liest er um 19 Uhr im Wangeliner Garten daraus vor.

„Parchim Liest!“

Autorin lädt ein

Tatjana Meissner widmet sich am Mittwoch, 13. November, in der Stadthalle den Fortpflanzungsritualen ihrer Mitmenschen und dem Fortbestand der Menschheit. „Die pure Harmonie“ heißt das Programm der Kabarettistin und Autorin, das um 19.30 Uhr beginnt. Karten gibt es unter Ruf 03871/6067220.

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