Ludwigslust-Parchim : Schon über 115 Garteneinbrüche

Alfred Grigat vom Verein Vietingshof I macht seinen Garten winterfest, dazu gehört auch die Sicherung der Gartenlaube. MIt diesen Platten, die durch Styroporplatten zusätzlich gedämmt sind, sichert er die Fenster.
Alfred Grigat vom Verein Vietingshof I macht seinen Garten winterfest, dazu gehört auch die Sicherung der Gartenlaube. MIt diesen Platten, die durch Styroporplatten zusätzlich gedämmt sind, sichert er die Fenster.

Polizei appelliert und gibt Tipps: Gartenlauben und Bootshäuser vor Einbrechern schützen

23-11367642_23-66107912_1416392295.JPG von
04. Oktober 2017, 21:00 Uhr

Erfahrene Kleingärtner wissen: Die dunkle Jahreszeit lockt Einbrecher an. Also machen die Gärtner ihre Lauben winterfest. Grund genug haben sie.

Klaus Wiechmann, Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust: „Leider muss die Polizei, insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten, immer wieder Einbrüche in Garten- und Bootshäuser registrieren. Uns wurden in diesem Jahr bereits über 115 Gartenlaubeneinbrüche im Landkreis Ludwigslust-Parchim gemeldet. Schwerpunkt war insbesondere die Region Parchim mit 44 angezeigten Einbrüchen. Aber auch aus anderen Bereichen, so in Boizenburg, Hagenow, Sternberg, Crivitz, Goldberg, Lübz und Neustadt-Glewe, wurden mehrere Garteneinbrüche gemeldet.“

Dabei waren die Täter meist auf der Suche nach Wertgegenständen, teuren Werkzeugen bzw. Gartengeräten und hinterließen bei ihren Diebestouren in aller Regel auch Sachschäden, die nicht selten den Wert des Diebesgutes überstiegen. Grund genug spätestens jetzt entsprechende Vorsorge zum Schutz vor Einbrechern zu treffen. Ein Polizeitipp: Dabei sollte man seinen Garten oder seine Bootshausanlage ruhig einmal mit den Augen eines Einbrechers betrachten, um so Schwachpunkte analysieren zu können. Beliebte Einstiegspunkte sind nach wie vor Fenster, Türen und Dachluken.

In den Kleingarten- und Bootsschuppenanlagen beginnt nun wieder die so genannte Winterfestmachung. Ein Hauptaugenmerk sollte dabei unbedingt auf die Sicherung der Gebäude bzw. der Werkzeug- und Geräteschuppen gelegt werden.

Die Ratschläge der Polizeiinspektion: Statten Sie ihre Gebäude mit einem stabilen und soliden Grundschutz aus. Lagern Sie keine Gegenstände von Wert im Garten- oder Bootshaus. Insbesondere auf Unterhaltungselektronik, teure Werkzeuge und Bootsmotoren haben es Diebe häufig abgesehen. Demontieren Sie Satellitenantennen, kennzeichnen Sie Werkzeuge und Geräte und notieren sie vorhandene Seriennummern. Kisten, Leitern und Mülltonnen könnten als Steighilfe dienen, schließen Sie diese deshalb weg.

Verstecken Sie keine Zweitschlüssel in Blumentöpfen oder unter Fußmatten. Überprüfen Sie ihren Garten oder Bootsschuppen auch in den Wintermonaten regelmäßig. Nehmen Sie diesbezüglich auch Kontakt mit ihrem Vereinsvorstand auf, um bestenfalls gemeinsame Kontrollgänge zu unternehmen. Wer keine Fensterläden hat, sollte ruhig die Gardinen beiseite schieben. So kann der potentielle Dieb sehen, dass dort nichts zu holen ist, lautet ein weiterer Tipp. Trotz aller Vorsorge gibt es keinen hundertprozentigen Schutz vor Einbrechern, weiß Polizeisprecher Klaus Wiechmann: „Im Schadensfall informieren sie sofort die Polizei und verändern den Tatort nicht. Begeben Sie sich nicht in Gefahr, versuchen Sie niemals einen mutmaßlichen Einbrecher auf frischer Tat zu stellen. Rufen Sie über den Notruf 110 immer die Polizei. Zusätzlich wäre ein Foto der Geräte hilfreich, denn mitunter findet sich im Zuge anderer Ermittlungen auch nach längerer Zeit das ein oder andere Gerät wieder. So wurden bei einer Kontrolle nahe der polnischen Grenze Gegenstände aufgefunden, die aus Garteneinbrüchen aus unserer Region stammten.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert